Nachfrage nach Grundstücken ist groß

Wildecker Parlament sagt Ja zu neuem Wohngebiet

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Arbeiten künftig mit einem gemeinsamen Straßendaten-Portal: Beigeordneter Michael Weinert (von links, oben) und Bürgermeister Thomas Rohrbach aus Niederaula, der Erste Beigeordnete Udo Sauer und Bürgermeister Alexander Wirth aus Wildeck sowie der Erste Beigeordnete Klaus Kraft und Bürgermeister Dirk Noll aus Friedewald. 

Wildeck. Kita-Gebühren, ein neues Wohngebiet und mehr Zusammenarbeit mit Friedewald und Niederaula – das Parlament in Wildeck hatte in der Sitzung vor der Sommerpause viel zu tun.

Wür geben einen Überblick über die wichtigsten Themen der zweistündigen Gemeindevertretersitzung:

Neues Wohngebiet

Grünes Licht haben die Wildecker Gemeindevertreter mit großer Mehrheit für die Änderung und Erweiterung des Bebauungsplans „Uhlandstraße/Feldstraße“ im Ortsteil Obersuhl gegeben. Damit ist der Weg frei für „ein sehr interessantes neues Wohngebiet“, so Bürgermeister Alexander Wirth (parteilos). 

Nach Angaben von Michael Kaufmann (SPD), Ortsvorsteher in Obersuhl, hätten sich bereits gut ein Dutzend Interessenten auf eine Warteliste setzen lassen. „Die Nachfrage nach Baugrundstücken ist sehr groß“, so Kaufmann.

Neue Kita-Gebühren

Kinder zwischen drei und sechs Jahren gehen ab August auch in Wildeck für bis zu sechs Stunden täglich kostenfrei in den Kindergarten. Das haben die Gemeindevertreter erwartungsgemäß beschlossen. Möglich macht das ein Förderprogramm des Landes Hessen. 

Das Land zahlt jeder Kommune pro gemeldetem Kind ab August 135,60 Euro pro Monat. Durch die Förderung hat die Gemeinde die Kita-Gebühren neu berechnet. Eltern, die ihre drei- bis sechsjährigen Kinder in einem Wildecker Kindergarten länger als sechs Stunden betreuen lassen, zahlen künftig 18 Euro pro Stunde. 

Das Parlament winkte die neuen Gebühren einstimmig durch. Erhöhte Kosten für die Gemeinde seien auf Basis der neuen Gebühren nicht erwarten, sagte Bürgermeister Wirth: „Sollte es jedoch aufgrund der jetzt subventionierten Kita-Gebühr zu einem Ansturm auf die Ganztagesplätze kommen, wird unser Kostenrahmen nicht mehr ausreichen.“

Neues Datenportal

Einstimmig gab das Parlament auch den Startschuss für ein gemeinsames Straßen-Datenportal der Gemeinden Wildeck, Friedewald und Niederaula. In dem Portal sollen neben dem Straßenzustand auch Bilder und Daten zu Straßenbeleuchtung, Baumstandorten und Verkehrsschildern erfasst werden, sagte Bürgermeister Wirth. 

„Alternativ müsste das alles vor Ort mit einem hohen Zeit- und Personalaufwand einzeln vermessen werden.“ Die Gemeinde rechnet durch das Datenportal mit einem Einsparpotenzial von 44 750 Euro bei den Fachämtern und dem Bauhof. 

Der Eigenanteil für das mit insgesamt 36 000 Euro geförderte Datenportal beläuft sich auf 1467,50 Euro pro Jahr. Die Zusammenarbeit mit Friedewald und Niederaula läuft vorerst für fünf Jahre.

Neuer Minibagger

Nachdem der 18 Jahre alte Minibagger des Bauhofs vor drei Wochen offenbar einen Motorschaden erlitten hat, haben sich die Gemeindevertreter nach langer Diskussion inklusive Sitzungsunterbrechung dazu durchgerungen, bis zu 40 000 Euro bereitzustellen.

Hat vermutlich einen Motorschaden: Der 18 Jahre alte Minibagger des Wildecker Bauhofs, Modell Neuson 2202 RD, hier ein vergleichbares Model. 

 Mit dem Geld soll versucht werden, die Arbeitsmaschine (Typ Neuson 2202 RD) zu reparieren. Wenn das nicht gelingt und keine andere Alternative gefunden wird, soll der Bagger, der immerhin 3700 Betriebsstunden im Einsatz war, durch ein neues Modell ersetzt werden.

Neue Ladesäulen

Geht es nach der FWG, soll es in Wildeck bald Elektroladesäulen und Pedelecstationen geben, beispielsweise an Hotels, auf Discounter-Parkplätzen oder am Freibad. Der Gemeindevorstand soll nun mit potenziellen Betreibern sprechen und prüfen, ob es Fördermittel gibt. 

Martina Staniczek von der FWG regte zudem an, dass die Gemeinde zum Start die Stromkosten übernehmen könnte. Das Parlament schloss sich dem Antrag einstimmig an.

Quelle: HNA

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