Fläche für Raststätte an Autobahn 4 soll bald fertig sein

Trotz neuer Panne auf Baustelle für Autohof bei Hönebach: Gemeinde optimistisch

Fahrer schwer verletzt: Der Lastwagen fiel beim Abkippen von Bodenmaterial für den geplanten Autohof an der Autobahn 4 bei Hönebach zur Seite.

Hönebach. Der geplante Bau eines Autohofs bei Hönebach wird von Pleiten, Pech und Pannen überschattet: Auf der Baustelle kippte ein Lkw um. Der Fahrer wurde schwer verletzt.

Der Unfall passierte am Dienstag gegen 9 Uhr. Vor gut einer Woche waren die Arbeiten im Gewerbegebiet Mackenrotscher Garten bei Hönebach nach längerer Pause wieder gestartet. Die abschüssige Fläche wird aufgeschüttet und geebnet. Der Lastwagen-Fahrer wollte seine Ladung nach hinten abkippen, stand dabei aber seitlich zu einer leicht abfallenden Fläche. Dadurch kippte der Lastwagen seitlich um und blieb auf der Fahrerseite liegen. Der schwer verletzte Fahrer war im Führerhaus eingeschlossen.

Die Feuerwehr sorgte für eine Öffnung im Führerhaus, damit Rettungsdienst und Notarzt sich um den Verletzten kümmern konnten. In Absprache mit dem Notarzt befreiten sie dann den Mann aus seiner misslichen Lage. Das berichtete der Obersuhler Wehrführer Marcel Bachmann auf Anfrage. Vor Ort waren die Feuerwehren aus Obersuhl, Hönebach und Raßdorf.

Vertrag gekündigt

Die Gemeinde Wildeck hatte den Vertrag mit der Baufirma gekündigt, die die Auffüllung des Geländes im Jahr 2017 begonnen hatte. Aus Sicht der Gemeinde wurde der Vertrag von der Firma in einzelnen Punkten nicht eingehalten, hieß es damals zur Begründung.

Deshalb vergab die Gemeinde den Auftrag an ein anderes Unternehmen: die Firma Beisheim aus Bebra. Sie nahm ihre Arbeit vor wenigen Tagen auf. Das verunglückte Fahrzeug sei kein Eigenes gewesen, betonte das Unternehmen auf Anfrage. Fahrzeug und Fahrer seien von einer anderen Firma angemietet worden.

Gespräche mit weiteren Interessenten

Trotz aller Widrigkeiten ist Wildecks Bürgermeister Alexander Wirth optimistisch. Die Fläche für den Autohof ist bereits weitgehend fertig. Sie soll in wenigen Wochen komplett nutzbar sein. Geplant ist, dass das restliche Gelände des Gewerbegebiets bis zum Sommer 2019 fertig ist. „Wir sind sicher, dass wir jetzt eine sehr gute und zuverlässige Firma für die Profilierungsarbeiten gefunden haben“, betont Wirth. „Es gibt sogar schon Gespräche mit weiteren Interessenten für die Restflächen in dem Gewerbegebiet“.

Die Aufschüttungsarbeiten seien auch dadurch um weitere vier Wochen verzögert worden, dass in dem Bereich Feldlerchen gebrütet hätten. „Das mussten wir abwarten“, berichtet der Bürgermeister.

Wann der Investor mit dem Bau des Autohofs beginnen wird, soll voraussichtlich Anfang September geklärt werden. Zunächst war geplant, noch in diesem Jahr zu starten.

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