Vorlesewettbewerb

Emily Harms gewinnt den Kreisentscheid

Mit Vorlesen Geschichten zum Leben erwecken: Sprachliches Geschick bewiesen die Teilnehmer beim Kreisentscheid des Vorl esewettbewerbs in Obersuhl. Gewonnen hat Emily Harms (vorne am Tisch) von der Jakob-Grimm-Schule in Rotenburg. Foto: Lisa Hirdes

Kreisentscheid beim Vorlesewettbewerb der sechsten Klassen: Emily Harms aus Rotenburg heißt die Siegerin.

Sie machten es der Jury nicht leicht: Mit kraftvoller Stimme und einer großen Portion Mut stellten die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe sechs ihr Können beim Kreisentscheid des Vorlesewettbewerbs unter Beweis. Sie waren zuvor als Klassen- und Schulsieger ermittelt worden.

In der Aula der Blumensteinschule herrschte eine spannungsgeladene Atmosphäre, als die Teilnehmenden nacheinander vor dem Mikrofon Platz nahmen und zu lesen begannen. Die fünfköpfige Jury, bestehend aus Lehrern, Schülern sowie der Bibliothekarin, achtete auf eine angemessene Lesegeschwindigkeit sowie auf die lebendige Intonation der Texte.

Die Siegerin hieß schließlich Emily Harms von der Jakob-Grimm-Schule in Rotenburg. Sie hatte sowohl mit ihrem eigenen Buch „Woodwalkers“ von Katja Brandis überzeugt, als auch mit dem Vortrag des unbekannten Textes. Dafür hatte Carolin Scheffer von der Hoehlschen Buchhandlung in Bad Hersfeld das Buch „Mitternachtsstunde“ der Autoren Benjamin Read und Laura Trinder ausgewählt. Eine besondere Herausforderung, denn das kürzlich erschienene Jugendbuch spielt im London des 19. Jahrhunderts und hält somit einige Stolperstellen bereit.

„Gutes Vorlesen bedeutet, die Phantasie der Zuhörer zu erwecken und einen souveränen Eindruck zu hinterlassen“, sagte Scheffer. Sie moderierte den vom Börsenverein des deutschen Buchhandels ausgerichteten Wettbewerb und überreichte im Anschluss feierlich die Urkunden. „Für die Kreissiegerin geht es dann weiter auf die Bezirksebene, dort heißt es erneut, das Publikum mit sprachlichem Geschick zu begeistern“, erläuterte sie.

Alle Teilnehmenden durften sich außerdem über ein Buchgeschenk freuen, denn „Verlierer gibt es beim Vorlesen keine“, betonte Thorsten Gräf, stellvertretender Schulleiter der Blumensteinschule.

Unter dem Motto „Meine Superkraft Vorlesen“ treten in diesem Jahr bundesweit rund 600 000 Schülerinnen und Schüler der sechsten Klassen im Vorlesen gegeneinander an. Damit gilt der Wettbewerb als einer der größten Schulwettbewerbe in Deutschland. In Kooperation mit Buchhandlungen, Bibliotheken sowie kulturellen Einrichtungen trägt die Aktion laut Börsenverein dazu bei, die Freude am Lesen weiterzugeben und zugleich Kompetenzen für einen erfolgreichen Bildungsweg zu schaffen.

Im nächsten Jahr findet der Vorlesewettbewerb an der Jakob-Grimm-Schule in Rotenburg statt.

Von Lisa Hirdes

Quelle: HNA

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