Straßenschäden, Windkraft, Arsenbelastung

Bürgerinitiativen in Richelsdorf wollen sich zusammenschließen

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Seit vielen Jahren ein Ärgernis nicht nur für die Anwohner: der sehr schlechte Zustand der Hauptstraße in Richelsdorf und der dadurch verursachte Lärm. Mittlerweile ist sogar ein Randstreifen der Fahrbahn abgesackt.

Der 600-Einwohner-Ort Richelsdorf kämpft mit drei Bürgerinitiativen gleich an mehreren Fronten. Jetzt sollen sie sich zusammenschließen. Eine gemeinsame Demonstration ist geplant. 

Bürgerinitiativen sind eine Macht. Diese Erkenntnis wollen auch die Richelsdorfer nutzen, die gleich an mehreren Fronten kämpfen müssen. Dazu wollen sich drei verschiedene Bürgerinitiativen zusammenschließen. Als Erstes ist eine gemeinsame Demonstration wegen der massiven Straßenschäden der Hauptstraße in Richelsdorf geplant.

„Richelsdorf hat nicht nur das Problem der geplanten Windkraftanlagen. Wir haben hier auch das Problem der Arsenbelastung“, betont Wildecks Bürgermeister Alexander Wirth, der den Anstoß zum Zusammenschluss der drei Bürgerinitiativen gegeben hat. Als drittes Problem kommt die Hauptstraße (Steinkaute) in Richelsdorf dazu, die in einem sehr schlechten Zustand ist und „aufgrund des übermäßigen Lkw-Verkehrs enormen Lärm verursacht“.

Hauptstraße ist trotz massiver Proteste noch nicht erneuert worden

Der Abschnitt der Hauptstraße Richtung Blankenbach ist bereits saniert. Trotz jahrelanger massiver Proteste der Anwohner ist das Stück der Hauptstraße zwischen den Abfahrten nach Süß und Bosserode noch nicht erneuert, obwohl es in einem extrem schlechten Zustand ist.

Inzwischen sei für dieses Problem ebenfalls eine Bürgerinitiative „Ruhige Steinkaute“ in Gründung, betont Wirth. „Auch wegen der enormen Arsenproblematik wird sich hier in den nächsten Wochen – spätestens, wenn das Regierungspräsidium die betroffenen Anwohner anschreibt – endlich etwas seitens der Bevölkerung tun“, berichtet Wirth.

Die Aufgaben der in Gründung befindlichen „BI Ruhige Steinkaute“ und der noch nicht gegründeten „BI Arsen“ hatte der Bürgermeister bislang mit dem Richelsdorfer Ortsvorsteher Wilfried Wetterau meist allein erledigt.

Bürgermeister: Gehör finden wir nicht mit drei kleinen Bürgerinitiativen

Die Initiative „Rettet das Richelsdorfer Gebirge“ wendet sich gegen Pläne, einen Windpark Nentershausen/Wildeck zu errichten. Die Mitglieder stammen aus den Gemeinden Nentershausen und Wildeck, unterstützt von Bürgern aus Bebra und Ronshausen. „Ich denke, dass die beiden Orte Richelsdorf und Süß so eng miteinander verbunden sind, dass auch in den beiden weiteren Problemfällen Arsen und Landesstraße die Süßer voll hinter den Richelsdorfern stehen und sich mit ihnen solidarisieren“, sagt Wirth.

„Um uns gewichtiges Gehör in Wiesbaden zu verschaffen, macht es keinen Sinn, in Richelsdorf drei kleine Bürgerinitiativen zu haben“, sagt Bürgermeister Wirth. Es mache nur Sinn, wenn sich diese Bürgerinitiativen als „BI Richelsdorf“ zusammenschließen und sich gegenseitig unterstützen. Jeder Teilbereich dieser Bürgerinitiative soll einen eigenen Sprecher haben. Im Bereich der Windkraft wäre es weiterhin Karlheinz Bornschier, für den Bereich der Landesstraße soll es Achim Hott werden.

Erste gemeinsame Demonstration am 11. Dezember

Als erste gemeinsame Aktion ist für Mittwoch, 11. Dezember, ab 14.30 Uhr eine Demonstration auf der „Steinkaute“ geplant. Gefordert werden soll eine Sanierung der Hauptstraße.

„Letzten Endes hoffe ich, dass wir nicht nur gemeinsam unsere Ziele erreichen, sondern dass auch der Zusammenhalt im Ort durch die gemeinsamen Aktionen wieder gestärkt wird“, so das Fazit des Bürgermeisters.

Es sind nur ein paar Zahlen. Aber die ziehen Hans-Otto Schaper den Boden unter den Füßen weg. Er soll für die Sanierung seines vom Bergbau verseuchtes Grundstück zahlen.

Quelle: HNA

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