Sitzung der Gemeindevertretung

Feierliche Vereidigung: Wildecks Bürgermeister Wirth startet in zweite Amtszeit

Bürgermeister Alexander Wirth und seine Familie hatten gut Lachen: Viel Lob gab es bei der Einführung in seine zweite Amtszeit. Wirth bedankte sich auch bei seiner Familie für den Rückhalt.
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Bürgermeister Alexander Wirth und seine Familie hatten gut Lachen: Viel Lob gab es bei der Einführung in seine zweite Amtszeit. Wirth bedankte sich auch bei seiner Familie für den Rückhalt. Sogar im Urlaub ist er manchmal im Rathaus anzutreffen.

Viel Lob gab es für Wildecks Bürgermeister Alexander Wirth bei der Einführung in seine zweite Amtszeit. Aber auch der zunehmende Egoismus in unserer Gesellschaft war Thema der Festredner.

Wildeck – Dass seine Frau Anke unangefochten an erster Stelle steht, daran hat Wildecks Bürgermeister Alexander Wirth nie einen Zweifel aufkommen lassen. In der Sitzung der Gemeindevertretung am Donnerstagabend in Bosserode, die ausschließlich für seine Vereidigung für die zweite Amtszeit einberufen worden war, rutschte ihm dann aber doch eine kleine Liebeserklärung an eine andere Frau heraus: „Ich war schon in einigen Verwaltungen tätig. Noch nie habe ich so eine gute, herausragende und vorausschauende Vorzimmerdame erleben dürfen wie Antje Burghardt.“ Natürlich gab es dann auch für das ganze Team von Verwaltung und Bauhof ein dickes Lob und für alle politischen Gremien der Gemeinde.

Und so war der Startschuss für die zweite Amtszeit des Bürgermeisters, die am 1. September beginnen wird, eine würdige Feier und gleichzeitig eine entspannte Party samt Imbiss – natürlich unter Einhaltung der Corona-Beschränkungen. Insgesamt waren etwa 100 Wildecker Bürger zu der Feier in die Mehrzweckhalle gekommen.

Wirth war in Hessen der erste Bürgermeister, der bei einer reinen Briefwahl am 29. März gewählt worden war – mit 92,5 Prozent der Stimmen.

Alexander Wirth wurde für seine zweite Amtszeit vom Vorsitzenden der Gemeindevertretung, Egon Bachmann, vereidigt.

Vertrauen und Fairness

Die feierliche Verpflichtung und Vereidigung übernahmen der Erste Beigeordnete Udo Sauer und Parlamentschef Egon Bachmann. „Das Verhältnis zu unserem Bürgermeister wird bestimmt von Vertrauen, Fairness, Gerechtigkeit und Loyalität. Wobei für einige das Wort Loyalität ein Fremdwort ist“, kritisierte Bachmann auch. „Er hat aus Einzelkämpfern in der Verwaltung ein gutes Team geformt und seine Tür steht immer für alle offen“, sagte Udo Sauer.

Zu viele Egoisten

„Gemeinsam haben wir das Schiff wieder auf Kurs gebracht“, sagte Wirth. „Für Wildeck können wir noch vieles schaffen, wenn wir weiter gemeinsam daran arbeiten.“ Er habe in seiner ersten Amtszeit viele Menschen besser kennenlernen dürfen – sowohl positiv als auch negativ. „Viele habe ich schätzen gelernt“, sagte Wirth. „Wir brauchen eine freie und faire Diskussionskultur in allen Gremien. Dazu gehört gegenseitiger Respekt. Wir leben leider zunehmend in einer Gesellschaft voller Egoisten, in der nur andere Fehler machen. Wahre Größe zeigt der, der eigene Fehler erkennt und um Entschuldigung für sein Fehlverhalten bittet“, betonte der 51-Jährige.

Das gute Gefühl

„Gemeinsam mit der Verwaltung hat Bürgermeister Wirth uns wieder aus dem Tal der Tränen geführt“, sagte Armin Körzell, der Chef der SPD-Fraktion. „Dazu braucht es verlässliche Partner. Das waren SPD und FDP und sie werden es bleiben“, betonte Körzell. „Ein Bürgermeister, der immer ansprechbar ist“, lobte FDP-Fraktionschef Gerhard Bick. „Und selbst nach harten Diskussionen gehen wir mit einem guten Gefühl auseinander.“ FWG-Fraktionschef Bernd Sauer sprach von einem „grandiosen Wahlergebnis“. Alexander Wirth sei immer für Gespräche offen. „Wir hoffen, dass das so bleibt“, sagte Sauer. Auf eine weiterhin so gute Zusammenarbeit hofft auch die CDU-Fraktion. Das machte Edeltraud Kopschitz deutlich. „Wir Grünen stehen parat, Sie tatkräftig zum Wohle der Gemeinde zu unterstützen“, sagte Erik Denner dem Bürgermeister zu.

Der beste Weg

„Du kannst zuhören, Menschen begeistern, versuchst Harmonie herbeizuführen, alle mitzunehmen und gemeinsam den besten Weg für die Gemeinde zu finden“, lobte Elke Künholz, die Erste Kreisbeigeordnete, den Bürgermeister.

„Alexander Wirth macht eine tolle Arbeit für die Bürger der Gemeinde“, brachte es Markus Becker, Ronshausens Bürgermeister – stellvertretende für alle Rathauschefs des Kreises – auf den Punkt. Auch Gemeindebrandinspektor Patrick Kniest bedankte sich für die sehr gute Zusammenarbeit, ebenso Pfarrer Felix Gottschalk für die Kirchengemeinden.

Eine Sonnenliege für den Gartenpool: Dieses Geschenk hatte die SPD-Fraktion im Gepäck. Bürgermeister Alexander Wirth testete sie sofort, zur Freude von Armin Körzell und Hönebachs Ortsvorsteher Siegfried Linß.

Natürlich hatten alle Geschenke mitgebracht. Von der FWG zum Beispiel gab es einen Gutschein für eine Entspannungsmassage. Die SPD-Fraktion hatte eine Sonnenliege für den Garten im Gepäck. „Aus dieser Liege wollen Sie am liebsten nie wieder aufstehen“, wirbt der Hersteller für sein Produkt. „Das wollen wir nicht hoffen“, kommentierte Fraktionschef Armin Körzell den Werbeslogan. „Ein kleines Päuschen zur rechten Zeit sei unserem Bürgermeister aber vergönnt.“ (dup)

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