Auch Ortsdurchfahrt Richelsdorf soll erneuert werden

Offensive des Landes bis 2025: Straßen in Wildeck und Alheim werden saniert

200 Bürger beteiligten sich an der Demonstration in Richelsdorf für die Sanierung der Ortsdurchfahrt
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Den Richelsdorfern reicht’s: 200 Bürger beteiligten sich an der Demonstration im Dezember. Im Mittelpunkt standen der Zustand der Ortsdurchfahrt und der Lkw-Lärm. Themen waren auch die Arsen-Probleme und die Windkraft.

Das Land Hessen hat seine Sanierungsoffensive 2016 bis 2022 fortgeschrieben bis 2025. Davon profitieren auch die Gemeinden Wildeck und Alheim.

Wildeck/Alheim– Noch im Dezember haben ihre Enttäuschung und ihre Wut sie auf die Straße getrieben. Und die Richelsdorfer müssen auch weiter Geduld haben. Aber es gibt für die Zukunft gute Nachrichten: Die Sanierung der maroden Ortsdurchfahrt ist in die Fortschreibung der Sanierungsoffensive der hessischen Landesregierung von 2022 bis 2025 aufgenommen worden. In dieser Zeit soll sie auch umgesetzt werden.

Insgesamt sind vier Straßenprojekte in der Gemeinde Wildeck in dieser fortgeschriebenen Sanierungsoffensive enthalten. Zwei Projekte in der Gemeinde Wildeck sind aus der laufenden Offensive (2016 bis 2022) noch offen.

Die Ortsdurchfahrt

In Richelsdorf war ein Teil der Ortsdurchfahrt „Steinkaute“ von der Einmündung der Kupferstraße in Richtung Ortsausgang nach Blankenbach auf einer Länge von 300 Metern bereits Ende 2017 saniert worden. Bei der neuen Sanierungsoffensive bis 2025 soll das fehlende Stück auf einer Länge von 1,2 Kilometern grundlegend erneuert werden – vom Abzweig Kupferstraße bis zum Abzweig nach Gerstungen. Die Kosten: etwa 500 000 Euro.

Tempo 30 hilft nur begrenzt: Die Ortsdurchfahrt „Steinkaute“ in Richelsdorf ist nur noch ein Flickenteppich und muss dringend saniert werden.

Seit Jahren sorgt der Zustand der Ortsdurchfahrt für Ärger. Die kaputte Asphaltschicht verstärkt den Lärm der vielen Lastwagen noch massiv, die Tag und Nacht durch den Ort fahren. Im Dezember waren die Bürger aus Protest auf die Straße gegangen. Beteiligt war auch die Bürgerinitiative „Ruhige Steinkaute“. Der Ortsbeirat mit Ortsvorsteher Wilfried Wetterau hat sich gemeinsam mit Bürgermeister Alexander Wirth immer wieder für eine Sanierung eingesetzt. Auch bei einer Bürgersprechstunde von Landrat Dr. Michael Koch in Richelsdorf war die Ortsdurchfahrt Thema. Der Landrat hatte wenige Tage zuvor Tempo 30 für die Ortsdurchfahrt angeordnet, um die Lärmbelästigung wenigstens etwas zu reduzieren.

Weitere Projekte

Auf der Liste der Sanierungsoffensive 2022 bis 2025 steht außerdem die Erneuerung der Fahrbahn zwischen Richelsdorf und Blankenbach auf einer Länge von zwei Kilometern (840 000 Euro) und eine Sanierung der Landesstraße 3251 vom Abzweig K 62 (Raßdorf) bis nach Bosserode. Länge: ein Kilometer. Geschätzte Kosten: 350 000 Euro. Grundlegend erneuert werden soll auch die Straße zwischen Hönebach und der Landesgrenze Thüringen – einschließlich der Ortsdurchfahrt Hönebach. Die Strecke ist etwa 1,6 Kilometer lang. Die Kosten: 550 000 Euro.

Als Teil der laufenden Sanierungsoffensive soll 2022 die Landesstraße 3306 vom Abzweig nach Hönebach bis Heringen-Kleinensee auf einer Länge von 3,2 Kilometern erneuert werden. Kosten: eine Million Euro.

Das sagt der Bürgermeister

„Die Sanierung der Ortsdurchfahrt Richelsdorf ist überfällig“, betont Bürgermeister Alexander Wirth. „Wir sind dennoch dankbar, dass wir jetzt in die Sanierung kommen. Für die Anwohner ist die Situation unerträglich. Es freut mich sehr, dass die unzähligen Briefe, E-Mails, Ortstermine, Gespräche und auch die Demonstration der Richelsdorfer Bevölkerung zur Sanierungsplanung geführt haben. Auch die Nachricht, dass der Straßenabschnitt von Hönebach bis zur Landesgrenze Thüringen erneuert wird, freut uns sehr“, betont Wirth. Bei dieser Sanierung werden auch die Gehwege, die ebenfalls in einem schlechten Zustand sind, erneuert. Dafür seien enge Abstimmungsgespräche mit Hessen Mobil und weitere Anträge zur Förderung notwendig, berichtet der Bürgermeister.

Auch die Wildecker CDU begrüßt die geplanten Sanierungen als wichtiges Signal für die ländliche Region. „Ein großer Dank gilt den Richelsdorfern und deren Bürgerinitiative, die sich für die Sanierung der Ortsdurchfahrt immer stark gemacht haben“, betonen der Vorsitzende der CDU Wildeck, Jörg Feiler, und Fraktionschef Klaus Zilch in einer Mitteilung. Wichtig seien auch der Einsatz der Landtagsabgeordneten Lena Arnoldt und von Landrat Koch gewesen.

Von der Fortschreibung der Sanierungsoffensive des Landes bis 2025 profitiert im Kreisteil Rotenburg nicht nur die Gemeinde Wildeck, sondern auch Alheim. So soll die Ortsdurchfahrt Niedergude auf einer Länge von 600 Metern erneuert werden (Kosten: 350 000 Euro). Neu gemacht wird auch die Landesstraße zwischen Niedergude und der Kreisgrenze – einschließlich der Ortsdurchfahrt Obergude. Länge: 3,1 Kilometer. Kosten: 1,2 Millionen Euro. Auf der Liste steht außerdem die Sanierung der Straße zwischen Hergershausen und Erdpenhausen, einschließlich der Ortsdurchfahrt Erdpenhausen.  (dup)

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