Wide-Creek-Festival

Rock in Ronshausen war Kracher zu vorgerückter Stunde

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Die Funken sprühten beim Wide Creek in Ronshausen nicht nur bei der Musik von Sana: Frontfrau Nicole spuckte Feuer. 

Ronshausen. Was für eine Nacht! Das Wide-Creek-Festival hat den Ronshäuser Festplatz gerockt. Trotz schleppenden Starts und etwas Sorge wegen des Wetters, war das Festival ein voller Erfolg.

Das lag vor allem an der Arbeit der Kulturinitiative „KiRoyal“, den super Bands und einem begeisterungsfähigen Publikum.

Das Publikum jubelte und schrie laut, als Sana-Frontfrau Nicole Zvjezdana Gasse Feuer spuckte. Imposant schossen die Flammen in den dunklen Nachthimmel über die Köpfe des Publikums hinweg. Einer von vielen Höhepunkten, die knapp 400 Besucher des Festivals erlebten. Mit Liedern von AC/DC, Roxette, Lady Gaga, Pink und Amanda Marshall lieferte die Band aus Kassel powervollen Rock. Nicole Gasse animierte dabei das Publikum immer wieder, und bei Johnny Cashs „Ring of Fire“ bildeten alle einen großen Kreis und tanzten gemeinsam.

Ironische Frankfurter Band Backenfutter

„Uns zeichnet vor allem unser unglaubliches Talent, unser gutes Aussehen und unsere Bescheidenheit aus“, sagt die Band Backenfutter über sich selbst. Mit Augenzwinkern, versteht sich. Backenfutter ist eine Band aus Frankfurt, bestehend aus Philipp und Paule. Wäre Wide Creek ein Indoor Festival und kein Open Air, wäre spätestens beim Auftritt dieser beiden Vollblutmusiker die „Hütte“ abgerissen worden. Was können die eigentlich nicht? Zunächst lieferten sie einen Rock/Punk-Hit nach dem anderen. Von Blur, über die Ärzte bis hin zu Blink182. Und dann fängt Paule auch noch an, Eminems „Slim Shady“ zu rappen.

Den Abschluss machte die Nordhessische Gruppe Rockingham. Die machten ihrem Motto alle Ehre und lieferten „hot rockin´ Oldies am Stück“. Von den Rolling Stones, über Bryan Adams und den Beatles bis hin zu den Blues Brothers und Queen war alles dabei. Dass sie den klassischen Rock lieben, merkt der Hörer sofort. Egal ob bei den drei Solostimmen oder beim mehrstimmigen Gesang, jeder versteht sein Handwerk.

Die Stimmen zum Festival

Obwohl das Festival ab späterer Stunde richtig zündete, war es zu Beginn noch recht leer. Schuld war wahrscheinlich der nachmittägliche Regen. Ralf Heußner, Pressewart der Kulturinitiative „KiRoyal“ gab sich trotzdem optimistisch: „Da müssen wir einfach abwarten. Letztes Jahr hat sich alles auch erst später gefüllt. Die Bands haben versprochen heute richtig Alarm zu machen und dann wird das schon!“. Er sollte Recht behalten. Trotzdem wäre es natürlich um einiges schöner, wenn all die Arbeit, die in solch ein Festival gesteckt wird, auch honoriert wird. Das ginge am einfachsten, indem das Publikum zu Veranstaltungsbeginn auch da ist. Repräsentativ für die allgemeine Stimmung des Publikums, das die Arbeit von „KiRoyal“ schätzt, und den Abend genießen wollten, war die Aussage von Michael Brandau aus Ronshausen: „Musik an sich ist ja schon unglaublich toll, aber Livemusik ist einfach unbeschreiblich geil!“, schwärmte Brandau und fasste damit den Grundgedanken eines Festivals gut zusammen.

Drei Bands rocken Ronshausen beim Wide Creek Open Air

Quelle: HNA

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