Konzert mit Dinner

Vocaldente in Ellis Saal: Starke Stimmen, viel Humor

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Schöne Bescherung:  Die Jungs von "Vocaldente" boten Weihnachtshits am laufenden Band, interpretiert auf ihre höchst eigene Weise.

Die A-Capella-Gruppe „Vocaldente“ stimmte die Besucher gleich an zwei Abenden des Wochenendes in Ellis Saal in Weiterode auf das Weihnachtsfest ein.

Die fünf Sänger unternahmen nur mit ihren Stimmen eine weihnachtliche Reise rund um den Erdball – lustig, witzig, skurril, manchmal auch besinnlich.

Schon der Name des Programms war ausgefallen: „Frohe (V)eihnachten!“ Statt des „W“s benutzten sie ihr Erkennungszeichen: Ein „V“ im Kreis. Bei ihren Auftritten machten sie vor keiner Sprach- und Stilblüte Halt und präsentierten eine schillernde Palette von Weihnachtsliedern aus aller Welt. Dem Publikum hat’s gefallen. Begeistert applaudierten die Zuhörer in den ausverkauften Konzerten den Sängern, und erklatschten sich am Ende zwei Zugaben.

Am Anfang stand der geschmückte Weihnachtsbaum ziemlich allein auf der Bühne. Erst mit dem Einzug der Sänger wurde er mit den bunten Geschenkpaketen aufgewertet, die man um ihn herum platzierte. Das Quintett startete mit dem Weihnachts-ABC, von dem je ein Buchstabe an den Baum kam, und dem Lied „The Christmas Song“. Aufgebrochen wurde in den winterlich-kalten Osten mit einer beschwingt heiteren Version von „Jingle Bells“, natürlich mit einem russischen Vers und einem tiefen Bass. In Landessprachen waren aus Frankreich „Heute ist Weihnachten“, aus Schweden die Stefansweise „Staffansvisa“ und aus den Philippinen „Weihnachten ist gekommen“ zu hören.

Erst das Essen, dann die Musik: Eingestimmt wurden die Besucher auf das Konzert mit dem Weihnachts-Dinner.

In Norwegen ging es um Elfen, Ratten und die sie jagenden Katzen, eingewickelt in eine bekannte Melodie: „Oma fährt im Hühnerstall Motorrad“. Von Seal sang „Vocaldente“ das Liebeslied „Kiss from a Rose“ mit dem „nicht erklärbaren Text“. Mit dem Ohrwurm „Alle Jahre wieder“ gingen die Sänger verschmitzt in ein Medley über mit „Last Christmas“ und „Jingle Bells Rock“. Das Publikum hatte seinen Spaß.

Nicht jedes Weihnachtsfest endet im harmonischen Beisammensein. Von solch einem missglückten Versuch eines besinnlichen Festes erzählte das Lied „Schöne Bescherung“, das im Original die Kölner Kultband „Bläck Fööss“ bekanntgemacht hatte.

Auch die Lyrik kam im Programm nicht zu kurz. Tobias Pasternak trug mit sonorer Stimme wie ein Märchenonkel ein bittersüßes Adventsgedicht von Loriot vor, in dem es um die Frau des Försters ging, die am Nikolaustag ihren Ehemann entsorgte. „Santa Claus“ war beim Geräusch in der Heiligen Nacht ebenso Thema wie das „Olé“ beim Umstieg vom Sänger zum Tänzer mit dem legendären Hüftschwung.

Das Konzert mit dem stets wechselnden Farben im Hintergrund beendeten die Sänger von „Vocaldente“ mit einer gefühlvollen Interpretation des Weihnachtsklassikers schlechthin: „Stille Nacht“.

Quelle: HNA

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