Platz für die Jüngsten

Kinderkrippe in Weiterode ist eröffnet

Louis im Höhlenzelt: Links sein Vater Marco Zobel und seine Mutter Jessica (sitzend), rechts Erste Stadträtin Ilse Koch. Hinten von links die drei Erzieherinnen der Krippe: Nadine Jeppe (war vorher bei den größeren Kindern der Kita) und Lena Guttjan (vorher in der Kita Breitenbach), beide sind Erzieherinnen, sowie Berufspraktikantin Lara Volkenant. 

Bebra. Der elf Monate alte Louis war das einzige Kind, das die Einweihung des neuen Anbaus einer Kinderkrippe an der Kita Rappelkiste in Weiterode miterlebt hat.

Er selbst besucht allerdings die neue Einrichtung für Kinder ab einem Jahr noch gar nicht. Die ersten acht Kleinkinder waren bereits am Vormittag und nur für eine Stunde zum Eingewöhnen gekommen und längst wieder zu Hause.

Über 600 000 hat der Krippenbau gekostet, den Architektin Silke Holzhauer geplant hat und das örtliche Bauunternehmen Schmerfeld ausgeführt hat. 160 000 Euro an Zuschüssen hat die Stadt erhalten. Das erklärte Bürgermeister Uwe Hassl in einer kleinen Feierstunde.

Kapazität für zwölf Kinder

Der Bedarf an Krippenplätzen steige, sagte Hassl. Immer noch müssten Kinder von Weiterode in die Kernstadt gehen, weil die neuen zwölf Plätze noch nicht ausreichen. In den nächsten Jahren werde man noch mehr Plätze schaffen müssen, kündigte der Bürgermeister an. Als familiengerechte Kommune wolle man dem Bedarf gerecht werden. Dies aber habe auch seinen Preis. Für die Qualität – die Bebraer Kitas sind personell besonders gut ausgestattet – müssten sich aber auch die Eltern mit einem Obolus beteiligen. Das 57 Jahre alte Gebäude der Weiteröder Kita habe Nachwuchs bekommen, meinte die Leiterin Doris Janßen. Sie betonte, die Mütter müssten kein schlechtes Gewissen haben, wenn sie ihre Kinder bringen. Die Krippe/Kita sei eine familienergänzende Einrichtung: „Kinder brauchen Kinder“, sagte Janßen. Sie lobte die Eltern, die bei Festen und zahlreichen anderen Aktivitäten tatkräftige Unterstützung leisteten. Die Krippe werde in die offene Arbeit der ganzen Kita einbezogen. Auch Ortsvorsteher Andreas Nölke freute sich über die neue Einrichtung.

Die ersten Besucher aus Stadtpolitik sowie Eltern und am Bau Beteiligte bestaunten die winzigen Stühlchen, Toiletten und den Schlafraum der Kinder. Man habe alles selbst ausgesucht, berichtete Doris Janßen. Die Farbgestaltung ist sehr angenehm mit einem hellblauen runden Teppich in der Mitte des Gruppenraums, warmem Gelb und Ocker an den Wänden und einem gedeckt orangefarbenen Boden. An einer Wand steht eine Mini-Spüle mit Herdplatten und kleinen Töpfen. Louis fühlte sich gleich in einem höhlenartigen blauen Zelt wohl.

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