Super Stimmung, viele Auftritte

Weiberfastnacht in Obersuhl: Närrisches und viel nackte Haut

Indianerkunststück: Mit ihrer Choreografie überzeugten die Rothäute des Männerballetts des Untersuhl-Gerstunger Carnevalvereins. Kommentar der Elferratssprecherin: „Ihr habt unsere Mädels ganz schön zum Schwitzen gebracht“.

Obersuhl. Super Stimmung, viele Auftritte und eine gehörige Portion nackte Haut: Der Weiberfastnachtsabend brachte am Donnerstag das Bürgerhaus in Obersuhl zum beben.

Wenn der Elferrat in Anspielung auf den Spitznamen der Obersuhler noch ein strippendes Fettfuchs-Ballett aus dem Hut gezaubert hätte, wäre das Bürgerhaus in die Luft geflogen. So bombig war in der Wildecker Karnevalshochburg die Stimmung beim neunten Weiberfastnachtsabend. 

Schlag auf Schlag und „atemlos“ ging es frei nach dem Motto: „Weiber auf dem Regenbogen – wunderbare Glitzerwelt!“ gut drei Stunden lang in die heiße Phase der fünften Jahreszeit. Ein Höhepunkt und ein „Johnny-Depp-Gesang“ jagte den anderen – und natürlich gerieten die im Publikum dominierenden Damen ganz besonders aus dem Häuschen, wenn junge und junggebliebene Männer die Bühne betraten, sich in Pose warfen und auf vielstimmiges, unüberhörbares „Ausziehen!“ hin Haut zeigten. 

Am wagemutigsten waren die Jungs des Männerballetts des Untersuhl-Gerstunger Carnevalvereins (UGCV), die sich als Indianergruppe präsentierten und eine tolle Show abzogen. Als die letzten – seitlichen – Hosenklappen fielen und die Abschlussfigur mit Goldschnipseln gekrönt wurde, gab es kein Halten mehr, nur noch stehende Ovationen und Zugabe-Rufe.

Nachbarn aus Thüringen

Aber nicht nur aus Untersuhl und Gerstungen waren die Nachbarn aus Thüringen angereist. Dankmarshausen war mit dem Mädchenballett und der an Geisterjäger und Engel erinnernden Damentanzgruppe vertreten, Berka mit den in reizendem Schwarz-Rot-Gold tanzenden Firefighters. Gospenroda beteiligte sich mit der Damentanzgruppe und Dippach mit der siebenköpfigen Prinzengarde, die Urlaub auf Malle hochleben ließ.

Der UGCV präsentierte sich darüber hinaus mit seiner in tollen roten Kostümen und spanisch-italienisch daherkommenden Damentanzgruppe, mit dem das Bruttosozialprodukt steigernden Mutti-Ballett sowie mit der T-Crew, den Breakdancern Mario Gulich und Domenique Rösler.

Hoch das Bein, hoch den Schuh: Beim Anblick der maritim gewandeten Damentanzgruppe aus Gospenroda hätte sich Neptun sicher auch gefreut.

Eröffnet worden war die dritte große Abendveranstaltung des Obersuhler Carnevalvereins (OCV) mit einem begeisternden Auftritt des Abschied nehmenden Funkenmariechens Leonie Wagner. Was die 16-Jährige zu „Freude schöner Götterfunken“ und weiteren musikalischen Highlights aufs Parkett „choreografierte“, wurde vom Publikum frenetisch gefeiert. Ähnlich war es, als Steffen Rimbach mit Meik „Kütt“ Witzel als OCV-Weiberfastnachtsfunkenpärchen der ganz besonderen Art verzückte.

„Weiberfastnacht helau!“

Herrliche musikalische Glanz- und Glitzer-Lichter setzten die OCV-Fanfarengruppe und das Drumcorps BIMotion. Tänzerisch „on top“ zeigten sich die Sontraer Tanzgruppe Levitation, die Zumba Chicas mit OCV-Marketing-Chef Martin Wagner, die Präsidentengarde, das wieder toll kostümierte Hofballett mit seinem wunderbaren Wonderland-Showtanz und das Männerballett. Die Sexy Bellies traten als Westernsaloon-Boys auf und brachten dabei so manches Damenherz gewaltig ins Schwitzen.

Als die Elferrätinnen Carmen Bock, Katja Eberhardt und Manuela Sauer ins große Finale überleiteten, gab es kein Halten mehr. Nur noch „Weiberfastnacht helau!“

Weiberfastnacht in Obersuhl

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