Mehrgenerationenhäuser

Weg frei für Imshäuser Wohnprojekt: Große Mehrheit im Bebraer Parlament 

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Im ehemaligen Rittergut-Gemüsegarten hinter der Trottenkirche in Imshausen sollen die Häuser entstehen. 

Die Mehrheit der Bebraer Stadtverordneten sieht das Wohnprojekt der Georg Dechentreiter Stiftung als Bereicherung für den Stadtteil Imshausen.

28 Parlamentarier (bei zwei Enthaltungen und einer Gegenstimme) befürworteten bei der jüngsten Sitzung der Bebraer Stadtverordneten die Aufstellung eines Bebauungsplans rund um den ehemaligen Gemüsegarten des Ritterguts hinter der Trottenkirche.

Dabei war den Stadtverordneten der Unfrieden im Bebraer Stadtteil, vor allem zwischen Bauherr und den direkten Anwohnern, nicht entgangen – wir berichteten. Michael Gauler (CDU) versuchte es mit einer alten Weisheit: „Es gibt keine Rose ohne Dornen.“ Mit der Aufstellung eines Bebaungsplanes könnten die Baumaßnahmen aber so gesteuert werden, dass die Reibungsverluste möglichst gering ausfielen. 

Kosten von rund 4,5 Millionen Euro

Das Vorhaben in Imshausen – die Dechentreiter Stiftung will für rund 4,5 Millionen Euro bis zu fünf neue Wohnhäuser bauen, in denen Jung und Alt zusammenleben – habe viele positive Aspekte und könne sich zu einem Leuchtturmprojekt für andere Ortsteile entwickeln, sagte Christina Kindler (SPD). Die Kommunikation rund um das Vorhaben sei allerdings schlecht gelaufen. „Es wurden Fehler gemacht, aber wiegen die so schwer, dass man das komplett ablehnen muss?“, fragte die stellvertretende Fraktionsvorsitzende.

"Kleines Dorf ohne Infrastruktur"

Zumindest ein kleiner Teil ihrer Sozialdemokraten sieht das offenbar so, auf die SPD entfallen die Gegenstimme und eine Enthaltung. „Ich bin skeptisch, ob ein solches Projekt in dem kleinen Dorf ohne Infrastruktur gelingen kann, wenn es kommunikativ so schlecht gestartet wird“, sagte SPD-Stadtverordneter Lothar Knoth. Er könne in der jetzigen Phase nicht zustimmen. Ein Scoping-Verfahren im Vorfeld, bei dem Umweltaspekte diskutiert werden, hätte vieles einfacher gemacht. Das Vorhaben sei zudem in der Dorfmitte besser aufgehoben und die geplanten Flachdächer nicht ortsüblich.

Bereits im Ausschuss hatten sich Parlamentarier an den Flachdächern gestört. Architekt Marc Ebersberger aus Erfurt hatte die Entscheidung damit erklärt, dass man nicht über die umliegenden Gebäude hinaus wachsen wollte. Der ehemalige Gemüsegarten liegt ohnehin erhöht. 

Quelle: HNA

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