Rotenburg, Bebra, Heringen und Bad Hersfeld suchen Freiwillige

Freiwillige gesucht: Wahlhelfer fehlen vor allem in Städten

Hersfeld-Rotenburg. In den Städten Rotenburg, Bebra, Heringen und Bad Hersfeld wird noch nach freiwilligen Wahlhelfern für die Bundestagswahl am 24. September gesucht. 

Die Wahlleiter der Städte berichten allesamt, dass es immer weniger Menschen gibt, die sich freiwillig für die Aufgabe zur Verfügung stellen. Die kleineren Gemeinden gaben auf Anfrage an, genügend Ehrenamtliche für den Wahltag zu haben. Heringens Wahlleiter Kai Adam berichtet von einem deutlichen Gefälle zwischen Kernstadt und Ortsteilen in seinem Zuständigkeitsbereich. „In den Dörfern gibt es mehr Freiwillige.“ Insgesamt benötige Heringen für zwölf Wahlbezirke rund 90 Wahlhelfer. Bislang haben 35 zugesagt. Adam ist sich zwar sicher, dass sich am Ende genügend Freiwillige finden, sagt aber auch: „Wir könnten Verstärkung auf jeden Fall gut gebrauchen.“

Das gilt auch für Bebra, wo Friedhelm Eyert Wahlleiter ist. „Wir haben einen festen Stamm von Helfern, ohne die wären wir aufgeschmissen. Neuzugänge gibt es nur vereinzelt.“ Die Biberstadt plant mit 175 Freiwilligen für ihre 25 Wahlbezirke. Über die Hälfte sind bereits besetzt.

Die Stadt Rotenburg hat in den vergangenen sechs Jahren ihre Wahlbezirke durch Zusammenlegungen von 22 auf 16 reduziert – damit eine geordnete Wahl auch mit weniger Helfern möglich ist. Pro Wahlbezirk sind mindestens fünf Helfer vorgeschrieben, empfehlenswert seien aber neun, sagt Wahlleiter Helmut Hartmann. Für eine gute Besetzung könnten auch die Rotenburger noch Verstärkung gebrauchen.

In Bad Hersfeld hat Wahlleiter Jerome Sauer zwar keine Probleme, die angestrebten 190 Wahlhelfer zusammenzubekommen, sagt aber auch: „Wir freuen uns über jeden Neuzugang.“

Interessierte können sich bei den jeweiligen Stadtverwaltungen melden.

Die Gemeinden im Landkreis Hersfeld-Rotenburg berichten im Gegensatz zu den Städten kaum von Schwierigkeiten bei der Besetzung von Wahlhelfer-Positionen. Etwas weniger Bereitschaft als in früheren Jahren meldet Wildeck, in den sieben Wahlbezirken haben sich aber schon je neun Helfer gemeldet. Überhaupt keine Probleme hat man in Breitenbach am Herzberg. Im Gegenteil: Laut Holger Noll werden dort sogar regelmäßig junge Leute als Helfer rekrutiert. Von guten Rückmeldezahlen sprechen auch die Gemeinden Ludwigsau und Ronshausen. „Wir hatten bisher nur zwei Absagen“, sagt Thomas Schäfer, Mitarbeiter der Ronshäuser Verwaltung. (czi)

Quelle: HNA

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