"Franz 52" soll 2019 fertig sein

VR-Bankverein baut für 4,6 Mio. Euro Wohn- und Geschäftshaus in Bebra 

Für die Nachwelt: Generalübernehmer Eberhard Unger (Bildmitte, von links), Hartmut Apel und Thomas Balk vom VR-Bankverein, Architektin Julia Stiebing (Architekturbüro Stiebing, Kirchheim) Bebras Erster Stadtrat Bernd Holzhauer und weitere Mitarbeiter mauerten am Mittwoch die obligatorische Zeitkapsel mit Tageszeitung, Münzen und Dokumenten ein.

Bebra. Nachdem der VR-Bankverein Bad Hersfeld-Rotenburg vor vier Wochen den Grundstein für eine neue Wohnstätte der Sozialen Förderstätten gelegt hat, ist nun auch der Startschuss für ein neues Wohn- und Geschäftshaus an der Nürnberger Straße in Bebra erfolgt.

Der VR-Bankverein investiert in das fünfstöckige Gebäude „Franz 52“ mit 2200 Quadratmeter Nutzfläche rund 4,6 Millionen Euro.

Der Name erinnert an Franz Butschek, der dort von 1956 an bis zu seinem Tod 1976 einen Textilladen führte, den seine Frau Anna Butschek noch bis zu ihrem Tod 1978 betrieben hat. Bis zur Schließung Ende August 2002 führte Klaus Großkopf das Geschäft der Firma Franz Butschek.

Im Erdgeschoss soll eine Ladenpassage entstehen, für das Stockwerk darüber sind Praxen oder Büroräume vorgesehen. In den oberen Etagen sollen acht barrierefreie Mietwohnungen mit je 80 Quadratmetern sowie zwei Penthouse-Wohnungen mit Blick über die Stadt entstehen.

So soll es aussehen: Im Gebäude entstehen eine Ladenpassage, Büroräume oder Arztpraxen und Wohnungen. 

„Mit diesem schicken Neubau setzt sich die Erfolgsgeschichte unserer Stadtsanierung fort“, schwärmte Bebras Erster Stadtrat Bernd Holzhauer am Mittwoch vor rund 100 Gästen und zog gar einen Vergleich zur berühmten Frankfurter Einkaufsmeile: „Die Nürnberger Straße entwickelt sich langsam zur Zeil von Bebra.“ Hartmut Apel, Vorstandsmitglied des VR-Bankvereins, lobte die Zusammenarbeit mit der Stadt, übte jedoch in Anspielung auf den geforderten Brandschutz auch Kritik: „Weil die Bebraer Feuerwehr keinen Leiterwagen hat, müssen wir ein Sicherheitstreppenhaus für 70 000 Euro bauen.“ Er wünscht sich, dass die Stadt ihre Feuerwehr künftig besser ausstattet. „Im schlechtesten Fall könnten Investoren bei den Auflagen sonst einen Rückzieher machen.“

Schlüsselfertig übergeben werden soll „Franz 52“ im Mai 2019. Der Winter sorgt allerdings schon jetzt für leichte Verzögerungen. „Wir sind jetzt schon zwei Monate im Verzug“, sagte Eberhard Unger vom Generalübernehmer, der Firma Kurhessen Gewerbebau. Der Zeitplan sei aber nicht in Gefahr.

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