Weiterer toter Schwan in Nentershausen nicht mit Virus infiziert

Vogelgrippe: Sperrzone soll aufgehoben werden

Hersfeld-Rotenburg. Während in Deutschland die Fälle von Vogelgrippe bei Wildvögeln und Geflügel ein nie zuvor gekanntes Ausmaß erreicht haben, gibt es aus dem Kreis Hersfeld-Rotenburg gute Nachrichten.

Seitdem am Neujahrstag ein toter Schwan und eine tote Wildente am Schwanenteich in Nentershausen gefunden wurden, die an der Vogelgrippe gestorben sind, sind keine weiteren Fälle im Kreis bekannt geworden. Die Veterinäre des Landkreises haben in den vergangenen Wochen weitere tot aufgefundene Vögel untersucht. Auch am Schwanenteich in Nentershausen war ein weiterer toter Schwan entdeckt worden. „Sie alle wurden negativ auf Vogelgrippe getestet“, berichtet Landkreis-Sprecher Dirk Herrmann auf Anfrage.

Weil es bislang keine weiteren Fälle gab, werden die Schutzvorschriften, die nach dem Auffinden der infizierten Tiere in Nentershausen erlassen worden waren, ab Mittwoch leicht gelockert. Nach dem Auffinden hatte man einen Sperrbezirk mit einem Radius von einem Kilometer um den Fundort eingerichtet, und einen weitergehenden Beobachtungsbezirk in einem Drei-Kilometer-Radius. Der Sperrbezirk wird aufgehoben und zum „Beobachtungsgebiet herabgestuft“, teilte Herrmann mit. Im Sperrbezirk sind Kontrollen vorgeschrieben. Aber auch im Beobachtungsgebiet hatte der Kreis die Bestände überprüft.

Ab sofort dürfen gehaltene Vögel wieder aus dem Beobachtungsgebiet gebracht werden. Am 11. Februar soll dann auch das ursprüngliche Beobachtungsgebiet aufgehoben werden, wenn es keine weitere Fälle gibt. Federwild darf dann wieder bejagt werden. Die Stallpflicht, die für ganz Hessen gilt, bleibt bestehen, auch die Hygienevorschriften. Von Entwarnung könne keine Rede sein, betont Herrmann. Die Vogelgrippe breite sich europaweit mit großer Dynamik aus.

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