Geschäftsführer reagiert auf Wunsch nach Bürgerinitiative

Verlagerung der Orthopädie nach Rotenburg: Entscheidung steht

Die Orthopädie in Bad Hersfeld.

Bad Hersfeld. Der geplante Umzug der Orthopädie von Bad Hersfeld nach Rotenburg in einigen Jahren ist und bleibt beschlossene Sache – trotz Gründung einer Bürgerinitiative.

Darauf weist der Geschäftsführer des Klinikums Hersfeld-Rotenburg, Martin Ködding, mit Blick auf die in der vergangenen Woche öffentlich gemachte Gründung einer entsprechenden Bürgerinitiative hin.

„Die Entscheidung ist gefallen. Die Klinik wird verlagert, entsprechende Vorbereitungen und Planungen sind bereits beauftragt“, teilt Ködding in einer Pressemitteilung mit. In den kommenden Jahren würden knapp 80 Millionen Euro in die Umstrukturierung des Klinikums investiert. Bei der Neuausrichtung gehe es nicht nur um die Verlagerung der Orthopädie, vielmehr werde ein Gesamtkonzept angestrebt. „Die Zukunftsfähigkeit der Standorte Bad Hersfeld und Rotenburg für die kommenden Jahrzehnte ist das erklärte Ziel“, heißt es.

Martin Ködding

„Unsere Entscheidung zur Verlagerung der Orthopädischen Klinik an das HKZ in Rotenburg ist nach ausführlicher Abwägung die einzige Möglichkeit, langfristig den Erhalt dieser herausragenden Einrichtung im Landkreis zu sichern“, erläutert Ködding. „Damit ermöglichen wir dem Team der Orthopädie unter Leitung von Chefarzt Dr. Härer weiterhin die Bedingungen, um die hervorragende Arbeit auch in Zukunft fortzusetzen. Der bundesweit gute Ruf und die hohe Akzeptanz der Orthopädischen Klinik können so dauerhaft für den Landkreis erhalten werden.“

Mit der getroffenen Entscheidung könne absehbaren Risiken vorgebeugt werden, die sich zum Beispiel aus bundespolitischen Vorgaben, aus der Mietimmobilie oder sich verschlechternden wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für kleine, alleinstehende Standorte ergeben.

Qualität der medizinischen Versorgung soll sich nicht ändern

„Spitzenmedizin in Wohlfühlatmosphäre ist seit Jahren das Erfolgsrezept unserer Orthopädie. Das wollen wir dauerhaft fortführen. Die neue Klinik für Orthopädie in der eigenständigen Rodenbergklinik am HKZ ist dann mit dem äußert großzügigen Raumangebot auch weiterhin überregional eine erste Adresse“, so der Geschäftsführer. Und bei Bedarf stünden im HKZ alle weiterführenden medizinischen Angebote direkt vor Ort zur Verfügung.

Der Medizinische Direktor des kommunalen Gesundheitsunternehmens Dr. Tobias Hermann ergänzt: „Die Verantwortung für die Sicherung der Arbeitsplätze und der herausragenden Arbeit des Teams in der Orthopädie, die bundesweite Reputation sowie die Sorge um den langfristigen Erhalt der Klinik erlauben es nicht, einfach abzuwarten und zu hoffen, dass die erkennbaren Veränderungen im Gesundheitswesen an Bad Hersfeld vorbeigehen und alles so bleibt wie es ist. Wer den Erhalt der Orthopädie im Landkreis wirklich will, der muss die zukunftsweisende Veränderung unterstützen.“

Die Klinikleitung plant auch eine Informationsveranstaltung zur Weiterentwicklung des Klinikums Hersfeld-Rotenburg und den geplanten Veränderungen. Ein Termin und der Veranstaltungsort werden noch bekannt gegeben. (red/nm)

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