SPD ist der Preis zu niedrig

Der Verkauf der Ferienstätte Meeschendorf steht auf der Kippe

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Erhitzt die Gemüter: Der mögliche Verkauf der kreiseigenen Ferienstätte Meeschendorf auf Fehmarn

Hersfeld-Rotenburg. Die Entscheidung über den Verkauf der kreiseigenen Ferienanlage in Meeschendorf auf Fehmarn könnte sehr knapp werden.

Für die SPD kündigte Fraktionschef Manfred Fehr in den vorbereitenden Ausschusssitzungen an, seiner Partei sei der gebotene Kaufpreis von 2,18 Millionen Euro zu niedrig. Die FDP schloss sich dieser Meinung an. FDP-Fraktionschef Bernd Böhle erneuerte zudem seine Zweifel am Bieterverfahren.

Für die AfD erklärte Fraktionschef Peter Fricke, seine Partei sei noch uneins über ihre Haltung zum Verkauf und schlug vor, vorsorglich den Vertrag mit dem Pächter zu kündigen, aber erst im September über den Verkauf zu entscheiden. Dieser Vorschlag fand keine Mehrheit.

Die Linken hatten sich schon vor dem Bieterverfahren deutlich gegen einen Verkauf von Meeschendorf ausgesprochen. Bei Grünen und FWG gibt es offenbar gewisse Zweifel, dennoch signalisierten beiden Parteien, dem Verkauf zustimmen zu wollen.

Einzig die CDU bekannte sich klar zum Verkauf der Ferieneinrichtung. Rotenburgs Bürgermeister Christian Grunwald verwies auf die hohen Investitionen für eine Sanierung der maroden Anlage, die der Kreis tragen müsste, wenn er Meeschendorf nicht verkauft.

Auch die Erste Kreisbeigeordnete Elke Künholz (SPD) mahnte, dass der Kreis statt für Meeschendorf lieber Geld für die Sanierung von Schulen und Straßen ausgeben sollte.

Landrat Dr. Michael Koch verwahrte sich mit Nachdruck gegen Vorwürfe von angeblichen Unregelmäßigkeiten beim Bieterverfahren. Die Ausschussmitglieder hatten zudem Gelegenheit, unter Ausschluss der Öffentlichkeit alle Unterlagen zum geplanten Verkauf einzusehen.

Nach Informationen unserer Zeitung liegt der gebotenen Kaufpreis sehr deutlich über dem Wertgutachten für die Ferienanlage. Am 18. Juni entscheidet der Kreistag über den Verkauf. 

Quelle: HNA

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