Gelände bei den Schrebergärten

Verfallene Gewächshäuser in Bebra machen Platz für Wohnungen oder Gewerbe

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Werden abgeräumt: Die seit Jahrzehnten nicht genutzten Gewächshäuser der Gärtnerei Sprenger.

Bebra. Die verfallenen Gewächshäuser neben den Schrebergärten „Am Bilder“ in Bebra werden abgeräumt. Unternehmer Peter Ullrich hat das Gelände gekauft, die Nutzung ist noch offen.

Der Unternehmer Peter Ullrich ist seit Jahrzehnten in Bebra in der Heizungs- und Sanitärbranche tätig. Seit Jahresbeginn laufen auf dem Gelände "Am Bilder" bereits Aufräumarbeiten. 

Das Areal mit einer Größe von 4500 Quadratmetern sei verwildert gewesen, berichtet Ullrich, Bäume wuchsen bereits durch die zerstörten Glasdächer. Überall lagen Scherben und es mussten drei Tonnen Eternitplatten entsorgt werden. Aus Naturschutzgründen können einige Arbeiten erst weitergehen, wenn die Brutzeit beendet ist.

In den vergangenen Jahren habe sich die Natur das Gelände zurückgeholt. Man handele in Absprache mit der Oberen Naturschutzbehörde und dem Landschaftsplaner Heinrich Wacker. So brüte in einer alten Birne noch die Fledermaus, sagt Ullrich.

Investor: Möglich sind Wohnungen oder eine gewerbliche Nutzung

Was nach den Aufräumarbeiten auf dem Gelände passieren soll, ist noch nicht entschieden. Man suche noch nach einem Nutzungskonzept, erklärt Käufer Peter Ullrich. Denkbar seien Wohnungen ebenso wie eine gewerbliche Nutzung.

„Es geht um ein Konzept sowohl für die Stadt als auch für uns als Investor“, erklärt Ullrich. Die Nähe zur Innenstadt sei ein Vorzug, weshalb auch eine Wohnbebauung infrage komme. Er selbst sei für Ideen offen, so der Investor. Bis zum Jahresende sei das Gelände plan, kündigt Ullrich an.

Die Gewächshäuser der ehemaligen Gärtnerei werden seit rund 20 Jahren nicht mehr bewirtschaftet. Ursprünglich gehörten sie der Familie Sprenger. Otto Sprenger hatte vor rund 110 Jahren mit Gemüsebau, Bohnen, Salat und Ähnlichem begonnen, später Blumen dazugenommen und am Ende nur noch Blumenanbau betrieben.

Bebra sei angenehm in Bewegung, freut sich Unternehmer Peter Ullrich, und verweist auf eine Entwicklung, die der verstorbenen Bauamtsleiter Manfred Klöpfel angestoßen habe. Er habe seine Vision beharrlich und konsequent umgesetzt, obwohl er nicht immer verstanden worden sei.

Frühere Pläne für das Gelände scheiterten im Stadtparlament

Schon vor drei Jahren gab es Pläne von Investoren aus Kirchheim, denen auch das Gebäude des ehemaligen Getränkemarkts Logo gehört. Sie wollten Wohnungen und einen Discounter „Am Bilder“ bauen und dazu das Gärtnerei-Gelände einbeziehen.

Weil die Stadtverordneten an der Strategie festhielten, die Innenstadt zu stärken und keine weiteren Märkte am Rande zuzulassen, scheiterten die Pläne allerdings.

Quelle: HNA

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