Auto fuhr in Streifenwagen

Unfälle auf A7: Zwei Polizisten und zwei Fahrer schwer verletzt

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Unfälle auf der A7: Zwei Polizisten schwer verletzt - Autobahn gesperrt

Kirchheim. Zu zwei schweren Verkehrsunfällen ist es am Dienstagmorgen kurz hinter dem Hattenbacher Dreieck auf der A7 in Fahrtrichtung Kirchheim gekommen. Dabei wurden auch zwei Polizisten schwer verletzt.

Gegen 6.45 Uhr war ein Auto mit einem Lastwagen kollidiert. Der Sattelzug aus Belgien war auf der rechten Spur der zweispurigen A5 aus Richtung Frankfurt kommend in Fahrtrichtung Kassel unterwegs. Am Hattenbacher Dreieck wird die Autobahn A7, ebenfalls zweispurig, von rechts mit der A 5 zusammengeführt. Es entsteht somit eine vierspurige Strecke. Der 46-jährige Fahrer befand sich an dieser Stelle mit seinem Sattelzug somit auf der dritten von vier Fahrspuren. Zum Unfallzeit herrschte laut Polizei dichter Verkehr auf der A7, zudem sei es dunkel gewesen und habe geregnet. Aus diesem Grund konnte der Sattelzug nicht unmittelbar auf die rechte Fahrspur wechseln.

Ein 42-jähriger Autofahrer aus Bebra war auf der linken der beiden Fahrspuren auf der A5 unterwegs, befand sich bei der Zusammenführung der Autobahnen dann auf der vierten Fahrspur und wollte den Sattelzug überholen. Nach Angaben des Lastwagenfahrers musste er bremsen, was laut Augenzeugen dazu führte, dass der Sattelzug sich leicht auf die vierte Fahrspur bewegt habe. Es kam zum Zusammenstoß zwischen dem Auto des 42-Jährigen aus Bebra und dem Sattelzug. Das Auto überschlug sich mehrfach und blieb auf der zweiten von vier Fahrspuren auf dem Dach liegen. Am Auto entstand Totalschaden.

Aktualisiert um 14.45 Uhr

Ein Streifenwagen der Autobahnpolizei sicherte mit Warnfackeln die Unfallstelle und leitete den Verkehr vorbei. 

Um 7.35 Uhr, noch während der Unfallaufnahme (die Unfallstelle musste noch geräumt und abgesichert werden) näherte sich von hinten ein polnischer Sattelzug. Der Fahrer des Sattelzuges übersah zunächst den auf Dach liegenden Unfallwagen, wich aus und streifte das Auto. Dabei entstand am Sattelzug geringer Sachschaden. Für die Unfallaufnahme saßen der Fahrer des verunfallten Autos und ein Polizist im Streifenwagen, ein Polizeibeamter am Streifenwagen regelte den Verkehr.

Nur einen Augenblick später kam eine 25-jährige Autofahrerin aus Burghaun (Landkreis Fulda) auf die Unfallstelle zugeschossen und krachte in den Streifenwagen. Dabei wurde die Fahrerin im Fahrzeug eingeklemmt. Erneut eilten Feuerwehr, Rettungswagen und Notarzt zur Unfallstelle. Auf Anordnung des Notarztes befreiten die Fahrer eines Abschleppwagens, die noch wegen des ersten Unfalles dort waren, und Rettungsdienst die schwer verletzte Fahrerin aus dem Fahrzeug. Sie musste reanimiert und dann mit dem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus geflogen werden.

Der Autofahrer des ersten Unfalls und der Polizeibeamte, der im Streifenwagen gesessen hatte, wurden bei dem Unfall ebenfalls schwer verletzt, der Polizeibeamte, der die Unfallstelle absicherte, sogar sehr schwer. Alle drei wurden mit Rettungswagen nach Bad Hersfeld gefahren. Wie sich später herausstellte, wurde auch der Fahrer des Sattelzuges vom ersten Unfall in das Klinikum nach Bad Hersfeld gebracht.

Die Autobahn blieb im Bereich der Unfallstelle bis 9.30 Uhr voll gesperrt, ab 11 Uhr konnte der Verkehr wieder fließen.

Ein Sachverständiger wurde zur Unfallrekonstruktion bestellt. Der Schaden wird auf 45.000 Euro geschätzt. (yk)

Quelle: HNA

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