Vom Bund gefördert

Umweltbildungszentrum in Licherode  ist Vorbild in Hessen

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Spannende Steine: Stefan Ross vermittelt Kindern Zusammenhänge in der Natur. Hier beschäftigen sich Schüler mit Steinen und Geologie.

Licherode. Das Umweltbildungszentrum in Licherode ist zur hessischen Modelleinrichtung für Klimaschutz-Bildung ernannt worden - und soll damit Vorbild für andere Zentren sein. 

Die Initiative eines Umweltzentrums in Nordrhein-Westfalen hat in jedem Bundesland eine Bildungseinrichtung ausgewählt, die fortan Teil des Projekts „Bildung Klima plus“ ist. 

In Hessen fiel die Wahl auf das ökologische Schullandheim.

Die Initiative wird vom Bundesumweltministerium gefördert und hat sich zum Ziel gesetzt, vorhandene Potenziale im Bereich der Klimabildung besser zu nutzen. 

Die ausgewählten Einrichtungen, heißt es in einer Broschüre, „wollen Impulsgeber und Vorbild für andere Bildungszentren sein“. Außerdem sollen sie sich untereinander vernetzen und voneinander lernen.

Klimaschutz und Bildung haben in Licherode eine lange Tradition

Im Umweltbildungszentrum in Licherode hat das Thema Klimaschutz im Zusammenhang mit der Bildung für eine nachhaltige Entwicklung eine lange Tradition, wie Ahmed Al Samarraie, Leiter der Einrichtung, erklärt.

Nicht nur, dass der Klimaschutz hier Inhalt der Lernveranstaltungen ist. Gäste des Hauses würden Klimaschutz und Ressourcenschonung während ihres Besuchs sozusagen selbst praktizieren.

In der Küche beispielsweise würden überwiegend saisonale und regionale Produkte verwendet, für die Toilettenspülung werde Regenwasser gesammelt, Lernorte würden erwandert.

Klimaschutz verstehen: Ahmed Al Samarraie erklärt Schülern die Anzeige für die Leistung der Solaranlage auf dem Dach des Umweltbildungszentrums.

Die neue Rolle als Teil der bundesweiten Klima-Initiative entfalte Wirkungen nach innen und nach außen, erklärt Umweltpädagoge Stefan Ross. Ross: „Wir fragen uns: Wo können wir uns verbessern?“ 

Ziel sei es, das gesamte Haus als klimaneutral zertifizieren zu lassen.

Der Wald als Holzlieferant und Wasserspeicher

Lernmodule, die sich etwa mit Wald, Ernährung oder Energie befassen, sollen noch stärker auf das Thema Klimaschutz ausgerichtet werden. 

Der Wald, erklärt Ross, könne Kindern als Holzlieferant vorgestellt werden, aber eben auch als großer Wasserspeicher und Temperatur-Regler. Die Erwachsenen, die in Licherode zu Umwelttrainern ausgebildet werden, sollen stärker für das Thema Klimaschutz sensibilisiert werden.

Ein „Klimabaukasten“ soll entstehen, eine Art Lernprogramm zu dem Thema, das auch anderswo verwendet werden kann. „Wir wollen Lehrer befähigen, das weiterzugeben“, sagt Al Samarraie.

Die Initiative bringt auch Geld

Verbunden mit der Initiative ist auch ein finanzieller Zuschuss, von dem für die Dauer von 18 Monaten die Stelle eines Umweltpädagogen zum Teil finanziert wird. 

Von einer zusätzlichen Zuwendung in Höhe von 4000 Euro soll auf dem Gelände der Einrichtung eine Installation entstehen. In Licherode wird das eine Windmühle sein, die den Zusammenhang von Ernährung und Klima veranschaulicht.

Ahmed Al Samarraie hofft darauf, dass die Teilnahme an der Initiative der Einrichtung auch einen wirtschaftlichen Impuls gibt. Während derzeit hauptsächlich Schulklassen zu Besuch kommen, soll künftig die Erwachsenenbildung gestärkt werden. 

Al Samarraie denkt an Bildungstourismus.

Quelle: HNA

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