Regionaler Hotspot der Artenvielfalt

Überraschendes Ergebnis: 42 gefährdete Vogelarten in der Fuldaaue

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Unterschiedliche Schnäbel: Das Foto zeigt in der Bildmitte zwei der sehr seltenen bei uns rastenden Singschwäne, flankiert von den heimischen Höckerschwänen. 

Bebra/Rotenburg. In der Fuldaaue leben 42 Vogelarten, die auf der Roten Liste von Hessen stehen und 18 weitere, die als europäische gefährdete Vögel geführt werden.

Der sehr seltene Feldschwirl, der Neuntöter, die Dorngrasmücke und der Kuckuck: All diese Vögel leben in der Fuldaaue zwischen Bebra und Lispenhausen. So das überraschende Ergebnis einer Kartierung seit dem Jahr 2000. 

Die Kartierung von Brut- und Rastvögeln in der Fuldaaue hat die Hessische Gesellschaft für Ornithologie und Naturschutz e.V. (HGON) abgeschlossen und kürzlich das Ergebnis vorgelegt. Ein Film von Arno Werner zeigt die typischen Lebensräume im Kartierungsgebiet und die darin vorkommenden wichtigen und wertgebenden Vögel, so erklärt der HGON-Arbeitskreis-Sprecher.

Der Betrachter werde erstaunt sein über diese Vielfalt, die hier kaum zu erwarten war. „Das Gebiet wird als regionaler Hotspot der Artenvielfalt eingestuft und sollte keiner weiteren Beeinträchtigung unterliegen“, betont Arno Werner.

Es handelt es sich um die intensiv genutzte Agrarlandschaft zwischen Bebra und Lispenhausen. Teile davon gehören zum EU-Vogelschutzgebiet Fuldatal zwischen Rotenburg und Niederaula und zum Landschaftsschutzgebiet Auenverbund Fulda. Einige Flächen haben keinen Schutzstatus.

Der Auenabschnitt stehe immer wieder im Focus von Eingriffen in Natur- und Landschaft. Es sei deshalb wichtig, wenn unabhängige und neutrale Kartierungen den ökologischen Zustand solcher Flächen dokumentierten. Besonders die Vögel seien hier die zentralen Indikatoren für den Zustand und die Wertigkeit der Landschaft.

Langer Zeitraum

Durch den langen Kartierungszeitraum von 2000 bis 2017 sei gewährleistet, dass kaum eine Vogelart unbemerkt blieb, erklärt Arno Werner. Somit könnten alle relevanten Arten genannt werden, die dort brüten, der Nahrungssuche nachgehen oder als Zugvögel in der Aue rasten. 

Quelle: HNA

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