Die Mehrzweckhalle war voll besetzt 

Karneval in Hönebach: Tunnelhexen feierten in einer Notfallstation 

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Der Schein trügt: Die Tunnelhexen, hier noch ganz am Anfang des Abends, als brave Engel verkleidet. Das sollte sich im Laufe des vierstündigen Veranstaltung aber bald ändern. 

Hönebach. Alarm in Hönebach. Die Tunnelhexen mussten in die Notaufnahme. Doch Wehwehchen hin oder her, ihren traditionellen Karneval ließen sie nicht sausen.

Den feierten die Frauen mit vielen Besuchern in der voll besetzten Mehrzweckhalle. Hier sorgten sie mit ihren männlichen Begleitern mit lustigen Dialogen für laute Lacher, präsentierten heitere Lieder und gekonnten Tänze. Der stürmische Applaus der Jeckenschar belohnte die Akteure für ihre Auftritte im bunt dekorierten Saal und auf der zur Notfallstation umgebauten Bühne. Veranstalter war der Hönebacher Jugendclub Trichine. Er gestaltete zusammen mit den örtlichen Vereinen die 26. Narrenschau im Dorf an der Wasserscheide.

Hilfe vom Höhlenforscher

In der Notfallambulanz überschlugen sich die Ereignisse. Schon beim Start musste ein Spezialist hinzugezogen werden: Ein Höhlenforscher als Geburtshelfer. Er brachte Dinge zutage, die keiner für möglich hielt, die in unseren Breiten im Karneval aber Standard sind: Bier in der Flasche. Ihren Spaß daran hatten auch die Ehrengäste: Wildecks Bürgermeister Alexander Wirth, Beigeordneter Matthias König von der Gemeinde Ronshausen und Herzbube Wilfried Gliem.

Alarm löste ein Unfall mit dem Bobbycar beim Auftritt der Showtanzgruppe aus. Natürlich musste der Notarzt mit seinen Schwestern erste Hilfe leisten. Ohne deren Einsatz ging der mit viel Beifall belohnte zweite Auftritt der attraktiven Damen mit „Viva Espana“ als ein Glanzlicht des Abends über die Bühne.

Ein Lehrer hat es schwer. Davon berichtete Dieter Thomas. Das war der Klassenausflug mit den Schülern nach Rom. Da ging es um Julius Caesar („Wusste gar nicht, dass der tot ist. Stand nichts in der Zeitung“), den Petersdom, der als Peter Doms durch ging, und die Fresken darin, die vom wissbegierigen Nachwuchs mehr als Fressen wahrgenommen wurden.

Thermomix statt „Ti amo“

Die Zugabe des Büttenredners im zweiten Teil war ein Lied auf ein Wundergerät nach der Melodie von „Ti Amo“: „Thermomix, ich will ‘nen Thermomix. Dann geht alles ganz fix“. Als die luftigen Drei füllten Roman Schulte, Dominik Rupp und Alexander Noll die Bühne fast vollständig in ihren üppigen Kostümen beim Tanz aus. Kann eine Tunnelhexe einen Hexenschuss haben? „Das geht gar nicht. Wir schießen doch nicht auf uns selbst“, stellten Evelyn Knospe-Rupp und Birgit Noll in ihrem Gespräch auf der Bühne fest.

„Endlich wieder ein Arzt in Hönebach“, jubelte die Feuerwehr über den wundersamen Mediziner, der Akkus auflud und platte Reifen flickte. Der Kegelverein schickte seinen Nachwuchs in der Tunnelhexenschule und der Jugendclub seine Aktiven mit tollen Einlagen und viel Gesang auf die Bühne.

Glanzlichter des Abends entzündeten zudem die Tänzerinnen der Gruppe Redcaps aus Heimboldshausen. Moderatoren und Ordensverteiler waren Marisa Linß, Andre Strube und Dominik Rupp.

Tunnelhexen feierten Karneval in Hönebach

Quelle: HNA

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