Organisatorische Abwicklung

Der TÜV steht auf dem Prüfstand: Fahrprüfungen sollen effizienter abgewickelt werden

Hersfeld-Rotenburg. Wie Führerscheinprüfungen abzulaufen haben und wer wann wofür zahlt, regelt der TÜV Hessen auf 15 DIN A4-Seiten bis ins Detail. Jetzt wird der TÜV selbst geprüft.

Die „Regelungen zur organisatorischen Abwicklung von Prüfungen“ werden aber nun selbst überprüft. Das erklärten Aribert Kirch von der Fahrlehrervereinigung Hessen und Rechtsanwalt Dieter Posch, der die Vereinigung berät. Marco Kreuter vom Verkehrsministerium bestätigte auf Anfrage unserer Zeitung die Überprüfung.

Von einem ersten Erfolg sprechen Aribert Kirch und Dieter Posch. Es gehe darum, die Führerscheinprüfungen für Fahrschüler, Fahrlehrer und den TÜV effizienter, schneller und kostengünstiger abzuwickeln, erklärte Posch.

So schlägt er zur Einsparung von Kosten vor, die theoretischen Prüfungen könnten in den Fahrschulen selbst abgelegt werden. Der teure Einsatz von Kfz-Sachverständigen des TÜVs sei hier nicht erforderlich, da es sich nur um Fragebögen handele, auf denen Kreuzchen gemacht würden.

Den Anstoß, die Regelungen des TÜV selbst auf den Prüfstand zu stellen, gab die Schließung des Prüfungsraums in Bebra im Dezember 2015. Der TÜV begründete die Schließung mit den Kosten. Seitdem müssen alle Fahrschüler aus dem Flächenlandkreis Hersfeld-Rotenburg zur Theorieprüfung in ein verkehrstechnisch schlecht erreichbares Gebäude nach Bad Hersfeld fahren. Kirch und die Fahrlehrervereinigung Hessen wollten dies nicht hinnehmen und wandten sich an Rechtsanwalt Dieter Posch.

In den alten Bundesländern hat jeweils der TÜV ein Monopol zur Abnahme der Führerscheinprüfungen, in den neuen Bundesländern hat diese Aufgabe die Dekra übernommen.

Posch erläuterte, Wettbewerb gebe es im Gegensatz zur Hauptuntersuchung von Kraftfahrzeugen nicht.

Quelle: HNA

Rubriklistenbild: © Christoph Schmidt/dpa

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