Gemeindevertretung gibt grünes Licht für Dorfladen mit Begegnungsstätte

Treff soll im Juli öffnen

Die Zukunft: Dieser Entwurf zeigt, wie der Cornberg-Treff aussehen könnte. Vom Eingang in der Mitte aus geht man nach rechts zu einer kleinen Bistro-Theke, an der Besucher Snacks und Backwaren bekommen. In dem Raum weiter rechts sollen zwölf bis 15 Stühle stehen – eine Möglichkeit zum Plaudern und Kaffee-Trinken. Im linken Bereich wird der Dorfladen Platz finden. Quelle: Planungsbüro CBM

Cornberg. Jetzt könnte alles ganz schnell gehen. Schon im Juli soll der neue Dorfladen mit angeschlossenem Treffpunkt in Cornberg seine Pforten öffnen. Die Gemeindevertretung hat am Donnerstagabend grünes Licht für das Projekt gegeben. Nach lebhafter Debatte fand der Beschluss breite Unterstützung. Es gab lediglich zwei Gegenstimmen aus der CBL-Fraktion.

Das Parlament beschloss, den Bewilligungsbescheid aus dem Dorferneuerungsprogramm über 167 000 Euro für das Projekt anzunehmen. Das Geld soll dafür verwendet werden, das Gebäude Am Markt 2 in Cornberg zu kaufen und entsprechend umzugestalten. Die Gemeinde muss einen eigenen Anteil von etwa 120 000 Euro dazulegen. Die Gemeinde erklärt sich mit dem Beschluss auch bereit, voraussehbare Folgekosten zu zahlen.

Jetzt gehen die Gespräche mit möglichen Betreibern in die heiße Phase, so formulierte es Bürgermeister Achim Großkurth. „Wir sind mit vielen Interessenten in guten Gesprächen“, betonte er. Ziel des Dorftreffs sei die wohnortnahe Grundversorgung der Bevölkerung mit vernünftigen Grundpreisen. Gerade ältere Menschen sollen sich in Cornberg selbst versorgen und Kontakte pflegen können. „Alt und Jung können sich begegnen. Außerdem werden Arbeitsplätze geschaffen“, sagte Großkurth. „Wir haben dann wieder einen kommunikativen Mittelpunkt im Ort“. Die Abwanderung aus der Gemeinde sei in vollem Gange. Dem solle auch dieses Projekt entgegenwirken. Der Treff werde ein Leuchtturmprojekt. „Wir alle müssen es annehmen, dann wird es ein Erfolg.“

Ron Seidler vom Büro CBM stellte die Planungsentwürfe noch einmal vor. So sollen zum Beispiel zwei zugemauerte Fenster wieder geöffnet werden. Erneuert werden müssen unter anderem die elektrische Anlage, der Fußboden und das WC. „Der Betreiber kann von Anfang an schwarze Zahlen schreiben, wenn er seine Hausaufgaben macht“, besagt die Wirtschaftlichkeitsstudie des Planungsbüros. Auch regionale und lokale Produkte sollten im Laden angeboten werden, damit sich die Einwohner mit dem Geschäft identifizieren.

Von René Dupont

Quelle: HNA

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