Steigende Übernachtungszahlen im Kreis

Tourismus: Rotenburg bleibt vor Bad Hersfeld

Hersfeld-Rotenburg. Rotenburg bleibt die Nummer eins im Landkreis – zumindest im Tourismus: 348 542 Übernachtungen weist das Statistische Landesamt für die Rotenburger Hotels, Gasthäuser und anderen Unterkünfte wie den Campingplatz im Jahr 2017 aus.

Das sind 0,6 Prozent mehr als im Vorjahr. Knapp dahinter, mit 345 812 Übernachtungen (plus 1,2 Prozent), liegt die Festspielstadt Bad Hersfeld.

„Die positiven Zahlen zeigen, dass sich unsere langjährige Arbeit auszahlt“, sagt Nancy Konradt, Geschäftsführerin des Tourismus-Vereins Erlebnisregion Mittleres Fuldatal mit Sitz in Rotenburg. Großen Anteil am touristischen Aufschwung hätten aber auch die Marketingarbeit der Hotels und der Fuldaradweg R1.

Auch Felix Wimhöfer, Kurdirektor in Bad Hersfeld, freut sich über die positiven Zahlen: „Der erfreuliche Trend ist ein gemeinsamer Erfolg von Stadt und allen Leistungsträgern. Das schlägt sich auch in der Kurtaxe nieder.“

Mit Fußnoten

Landkreisweit verzeichnen die Statistiker aus Wiesbaden ein Übernachtungsplus von 4,9 Prozent. Demnach kamen die Beherbergungsbetriebe zwischen Nentershausen und Breitenbach am Herzberg auf 1,14 Millionen Übernachtungen. Im Jahr zuvor waren es noch knapp 53 000 weniger.

Allerdings sind diese Zahlen mit Fußnoten versehen, die nicht unerheblich sind: Erfasst werden nur Beherbergungsbetriebe und Campingplätze mit mindestens zehn Gästebetten beziehungsweise Stellplätze – kleinere Pensionen tauchen in der Statistik gar nicht auf. Allein im Altkreis Rotenburg gibt es weit mehr als 30 solcher Betriebe.

Auch fließen Zahlen ein, die mit reinem Tourismus nichts zu tun haben, zum Beispiel Übernachtungen im Boarding-House der Rotenburger Landesfinanzschule und in Reha-Krankenhäusern.

Bemerkenswert: Nur zwei Landkreis-Kommunen haben rückläufige Zahlen.

Die größten Gewinner

Der größte Gewinner der Tourismusstatistik für den Landkreis ist Philippsthal mit 10 136 Übernachtungen. Das entspricht einem satten Plus von 68,1 Prozent. Auch Bebra hat mächtig zugelegt: 65 496 Übernachtungen (+ 63,2 Prozent). Es folgen Heringen (4792 / +31,1 Prozent), Nentershausen (35 011 /+29,5 Prozent), Schenklengsfeld (18 723 / +17,5 Prozent), Wildeck (46 159 / +12,5 Prozent) und Kirchheim (81 180 / +2,3 Prozent). Haunetal (12 204 / -6,8 Prozent) und Neuenstein (26 558 / -1,7 Prozent) haben verloren. Weitere Gemeinden fehlen in der Statistik, weil durch die geringe Zahl der Betriebe Rückschlüsse auf einzelne Unternehmen möglich wären.

Quelle: HNA

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