Viele Ersthelfer am Unfallort

39 Kälber sterben in brennendem Lastzug

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Tiertransporter verunglückt auf A7

Niederaula. 39 Kälber sind am Dienstagmorgen in einem Viehtransporter auf der Autobahn 7 zwischen dem Rastplatz Großenmoor und Niederaula verbrannt. Ein Straßenarbeiter wurde schwer verletzt ins Krankenhaus gebracht.

Zu dem schweren Unfall kam es gegen 3.30 Uhr, als der 19-jährige Fahrer eines Viehtransporters, der mit 14 Tage alten Kälbern beladen war, aus bisher ungeklärter Ursache in ein Baustellenfahrzeug krachte. Beide Fahrzeuge fingen sofort Feuer und brannten völlig aus. Ein Straßenarbeiter, der sich direkt an seinem Fahrzeug aufhielt, wurde bei dem Unfall schwer verletzt. Der 19-jährige Fahrer des Viehtransporters und sein 70 Jahre alter Beifahrer konnten sich unverletzt aus dem brennenden Fahrzeug retten.

Zuletzt aktualisiert um 20.30 Uhr

Gemeinsam mit sehr vielen Ersthelfern, die sofort an der Unfallstelle waren, retteten sie 178 Kälber aus der brennenden Zugmaschine und dem Anhänger. Die Tiere liefen kurze Zeit frei auf der Autobahn herum, bevor sie von den Helfern und den Einsatzkräften der Feuerwehr wieder eingefangen und in ein provisorisches Gatter aus Feuerwehrschläuchen und -leitern geführt wurden. 39 Kälber verendeten in der brennenden Zugmaschine.

Ein von der Polizei angeforderter Ersatztransporter nahm nach drei Stunden die Jungtiere auf und brachte sie erst einmal von der Autobahn. Gegen 7.45 Uhr wurde der Verkehr nach über vier Stunden Vollsperrung über eine Fahrspur an der Unfallstelle vorbei geleitet. Der Verkehr staute sich bereits bis weit über Hünfeld hinaus.

Nach Auskunft der Autobahnpolizei war jedoch zur Bergung der ausgebrannten Fahrzeuge eine weitere Vollsperrung erforderlich. Zudem musste der Fahrbahnbelag auf einer Fläche von 80 Quadratmetern komplett abgefräst und mit einer neuen Asphaltdecke versehen werden. Die Sperrung dauerte bis zum Abend. Die Polizei beziffert den Sachschaden auf 120.000 Euro. (jk/zac)

Fotos vom Unfallort

39 Kälber sterben in brennendem Lastzug auf der A7

Quelle: HNA

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