Klassiker aus 60er und 70er Jahren 

„The Gold Miners" in Cornberg: Musikalische Schatzsuche 

Die Gold-Miners auf musikalischer Schatzsuche (von links): Johannes Gunkel, Bernd Raacke, Michi Hausberger und Michael Schupmann im Kloster Cornberg.

Cornberg. Musikalische Klassiker von den Beatles, Rolling Stones und Co. präsentierte die Band „The Gold Miners" am Freitagabend auf der Bühne von Kloster Cornberg.

Von Wilfried Apel

Cornberg. Musikalische Goldstücke vor allem aus den 60er und 70er Jahren präsentierten drei Goldgräber und eine Goldgräberin am Freitagabend auf der Bühne von Kloster Cornberg. Zum ersten Mal, wie Bernd Raacke, der durch das Programm führende Senior-Akteur der Band „The Gold Miners“, mit großer Freude betonte, und was lag da näher, als das Publikum mit dem Simon-and-Garfunkel-Super-Evergreen „Sounds of Silence“ abzuholen. Mit dem für die Gruppe typischen mehrstimmigen Chorgesang, gut instrumentiert - und ein bisschen maritim angehaucht, wofür vor allem Michi Hausberger mit ihrem Akkordeon sorgte.

Das jüngste Bandmitglied war es auch, das dem Mamas-and-Papas-Song „California Dreaming“ wunderbare Flötentöne beibrachte und eine exquisite Dolly Parton gab. Stimmgewaltig und einfühlsam, vom Geige spielenden Johannes Gunkel virtuos begleitet, sang sie so echt „Jolene“, dass man meinte, die echte Country-Sängerin zu hören. Beim Dixie-Chicks-Song „Travelin’ Soldier“, bei dem die Goldgräber von einem verliebt-verzweifelten, letztendlich gefallenen Vietnam-Soldaten erzählten, sorgte vor allem sie dafür, dass der Chorraum atmosphärisch dicht ausgefüllt wurde.

Softer als im Original

Die Sache von Bernd Raacke und Dr. Michael Schupmann war es, den Beatles-Hit „Here Comes the Sun“ und den Rolling-Stones-Hit „Lady Jane“ zu interpretieren. Beide kamen mit Stimmen und Instrumenten um einiges softer rüber als die Originale - anfangs vielleicht ein bisschen zu leise, in der zweiten Hälfte des Goldgräberprogramms jedoch besser angepasst. In der ließen sie Easy-Rider- und Goldgräber-Stimmung aufkommen, außerdem hörte man „Ruby Tuesday“, „I’m on Fire“, das Chanson „Je veux“, „I’m a Believer“, bei dem Raacke mit seinem Kazoo begeisterte, und viele tolle Stücke mehr.

Natürlich gab’s auch Zugaben, bei denen das Publikum bei Joan Baez’ „Here’s to You, Nicola and Bart“ sogar mitsingen durfte. Einhelliges Fazit: Goldige zwei Stunden, die gerne wiederholt werden dürfen.

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