Super-Angie rettet die Welt: Kabarettist Bernd Gieseking bgeistert in Bebra

Bebra. Bebra. Lafontaine und die Wagenknecht, Berlusconi und Bunga Bunga, Gottschalk und die „Wetten, dass...“-Nachfolge - Kabarettist Bernd Gieseking holte bei seinem Auftritt in der Aula des beruflichen Gymnasiums in Bebra vor 200 Gästen aus zum großen Rundumschlag auf die Themen des Jahres 2011 - und auf die von heute.

„Die Lage ist unübersichtlich“ ist für den Kabarettisten das Leitmotiv. Sehr unübersichtlich: „Wenn ich um 19 Uhr mit meinem Programm beginne, weiß ich nicht, ob ich in der Pause überhaupt noch einen Bundespräsidenten habe.“

Das Jahr 2011 produzierte reichlich Kabarettistenstoff. Im März, verrät Gieseking, war er mit der Guttenberg-Affäre und der Atomkraftwerks-Havarie in Fukushima schon so gut bedient, dass er gehofft habe, jetzt möge bloß nichts mehr passieren.

Bernd Gieseking hat Routine. Seit Jahren ist er Gast des Kulturzugs in Bebra. In ausgewaschenen Jeans marschiert er von hier nach da über die kleine Bühne und lässt Gesicht und Körper miterzählen: Gieseking spielt den Verdutzten, den Bescheidenen, den Überheblichen, den Albernen, den Trauernden, den Enttäuschten.

Das Publikum darf sich mit erinnern: Da war Kuh Yvonne, die ausgebüxt war, da war die Prinzenhochzeit in England. „Mit den Kosten dafür hätte man stattdessen Griechenland sanieren können.“

Der Saum von Kanzlerin Angela Merkels Kostüm hat Gieseking an irgendwas erinnert. Der Kabarettist kratzt sich am Kinn. Genau: Das „fluffig geschnittene Jackett. Wie bei den Comic-Helden Superman oder Batman. Super-Angie rettet die Welt“, verkündet Gieseking und meint zugleich, die wichtigste Beraterin der Kanzlerin identifiziert zu haben: „Pippi Langstrumpf mit ihrem Credo: Ich mach mir die Welt, wie sie mir gefällt.“

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Quelle: HNA

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