Stadtplanung

Studenten der Uni Kassel präsentierten ihre Ideen für die Bebraer Innenstadt

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Kultur- und Flaniermeile: Petra Dippel-Günther vom Bebraer Kulturzug, rechts, informiert sich bei den beiden Studentinnen Larissa Daumas, links, und Annika Vogt über deren Konzept für die Freiräume in Bebra. 

Bebra. Ein Stadtwohnzimmer, eine Kultur- und Flaniermeile oder das Konzept be!spielen: Mit einem ganzen Feuerwerk von Ideen begeisterten Studenten der Kasseler Uni die Bebraer Bürger und Stadtverordneten am Montagabend im Rathaus.

Von Gudrun Schankweiler-Ziermann

Bebra. Ein Stadtwohnzimmer, eine Kultur- und Flaniermeile oder das Konzept be!spielen: Mit einem ganzen Feuerwerk von Ideen begeisterten Studenten der Kasseler Uni die Bebraer Bürger und Stadtverordneten am Montagabend im Rathaus.

Zehn Konzepte für die Freiräume der Stadt, vor allem den Rathausmarkt mit seinem 80er-Jahre-Ambiente, aber auch die anderen Plätze, für Verbindungswege zu Fuß und mit dem Rad hatten die 22 Studenten der Stadt- und Landschaftsplanung sowie Architektur erarbeitet und im Foyer an Stellwänden skizziert. Neun Konzepte erläuterte die international zusammengesetzte Gruppe in kurzen Powerpoint-Präsentationen dem Publikum.

Bei fast allen spielt Wasser eine große Rolle, ebenso mehr Grün in der Stadt. Der unverstellte Blick der Nachwuchsplaner von außen auf die Stadt brachte auch einiges Überraschende zu Tage. So zum Beispiel gibt es ein Konzept, nach dem der Rathausmarkt Richtung Tegut ausgedehnt wird, wobei ein Haus weichen müsste.

Zwei andere Studenten machen einen Vorschlag, die Stadt über die Wege an der Solz und der Bebra an den Fuldaradweg R1 anzubinden – Bebra-Solz-Weg

Die Möglichkeit, am konkreten Beispiel zu planen, habe die Studierenden gereizt, erklärte Prof. Stefanie Hennecke. Dass sie äußerst gelungene Vorschläge zu bieten haben, zeigten durchweg alle Gruppen der Studierenden, die neben Hennecke von Dr. Thomas Hauck und auf Seiten der Stadt intensiv von Jens Meister betreut worden sind.

Bebra entdecke sich gerade neu, hatte Bürgermeister Uwe Hassl eingangs erklärt, es sei die Frage, wie die Stadt noch attraktiver werden könne. Den Studenten mangelte es nicht an Fantasie, nach der Analyse des Vorhandenen und der Erkundung der derzeitigen sowie gewünschten Nutzung Vorschläge für ein attraktiveres Stadterlebnis zu unterbreiten. Kurz werden hier ein paar Stichpunkte der Konzepte genannt.

Kultur- und Flaniermeile– dieses Konzept sieht eine Wegeführung beginnend am Inselgebäude vor, die über 3,3 Kilometer sehenswerte Orte in der Stadt mit einheitlichem Pflaster, Bodenstrahlern und Baumbeleuchtung verbindet sowie einer Treppenanlage zum Sitzen am Rathausmarkt.

Konzept be!spielen betont zwei Verbindungsachsen: die Nürnberger Straße und die zum Bahnhof. Stadtlauf, Sommerkino/elektronisches Schwarzes Brett, mobiles Café, Bodenwasserfontänen sind weitere Stichworte.

„Neue Mitte Bebra“ sieht vor, den Hauptverkehr aus der Nürnberger Straße zu nehmen, den Bodenbelag anzugleichen auf den Plätzen Rathausmarkt, Amalien- und Lindenplatz. Teilflächen des Rathausmarktes sollen gekippt werden, um Sitzstufen mit Wasserlauf schaffen zu können, Treppen und Mauren abzubauen.

„Biberdamm“ – hier wird der Rathausmarkt barrierefreier und als Multifunktionsplatz für Beachvolleyball, Federball und im Winter als Eisfläche genutzt.

Stadtwohnzimmerwill die Gemütlichkeit des Rathausmarkts erhöhen, den Platz bis zum Tegut ausweiten, Sichtachsen und Wegelinien schaffen mit viel Grün, Wasser und einem Pavillon für Gäste/Radfahrer.

Geschichte berühren knüpft an die Vergangenheit an und schafft mit Lichtband, Soundinstallation und anderem eine Zeitachse zwischen Lindenplatz (Historie) Rathausmarkt und Anger.

„Lindenplatz“ beschäftigt sich ausschließlich mit diesem Platz als neuem freundlichen Raum für Kinder, Senioren, alle Altersgruppen, mit Blühkirsche, halböffentlichem Raum (Geheimgarten), Kletterwand und Kindertheater.

Im August soll eine Broschüre mit den Ideen der Studenten erscheinen.

Quelle: HNA

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