Fachgerechter Zaun

Im Territorium der Stölzinger Wölfin: Vier Schafe bei Seifertshausen gerissen

Vier Schafe von Nebenerwerbsschäfer Christian Möller aus Erkshausen sind bei Seifertshausen gerissen worden. Ob dafür die Stölzinger Wölfin verantwortlich ist, wird ein DNA-Test zeigen.
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Vier Schafe von Nebenerwerbsschäfer Christian Möller aus Erkshausen sind bei Seifertshausen gerissen worden. Ob dafür die Stölzinger Wölfin verantwortlich ist, wird ein DNA-Test zeigen.

Vier Schafe sind in der Nacht zu Dienstag im Haselgrund unweit des Rotenburger Ortsteils Seifertshausen gerissen worden.

Rotenburg - Der vom Land Hessen eingesetzte ehrenamtliche Rissgutachter Gerhard Becker aus Melsungen war vor Ort und nahm DNA-Proben. Der Haselgrund gehört zum Territorium der Stölzinger Wölfin. Ob dieses Tier, das die Kennung GW1409f hat, ein anderer Wolf oder andere Tiere für den Vorfall verantwortlich sind, wird erst das Ergebnis der genetischen Auswertung zeigen.

Die Tiere gehören Nebenerwerbslandwirt Christian Möller aus Erkshausen. Er hatte bis zu dem Vorfall 37 Schafe und hält außerdem Ziegen, Kühe Geflügel und einen Esel. Die Schafe waren mit 90 Zentimeter hohen Elektronetzen eingezäunt. Das empfehlen die hessischen Behörden als Grundschutz vor Wölfen.

Die vier Schafe wurden allesamt außerhalb der Weide gefunden, eines davon mehrere hundert Meter entfernt. Der Zaun war von innen nach außen umgedrückt. Möller vermutet, dass die Schafe in Panik vor dem Wolf ausgebrochen sind. Gefunden hat sie Jagdpächter Hermann Holtmann, in dessen Revier in rund 300 Meter Luftlinie Entfernung erst am Sonntagmorgen ein gerissenes Rotwild-Kalb entdeckt worden war. Auch dort wurde eine DNA-Probe genommen.

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