VR-Bankverein sucht Fördergeld für Projekt

Es stockt beim Projekt „Seehaus“ in Bebra

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Ehrgeiziges Projekt: So könnte das Seehaus bei Breitenbach aussehen. Besonderer Hingucker ist ein Steg, der vor der Terrasse über eine künstlich geschaffene Seeeinbuchtung führt.

Um das "Seehaus" in Bebra-Breitenbach ist es still geworden. Der VR-Bankverein ist derzeit auf der Suche nach Fördergeld und einem Projektpartner.

Es soll ein „Aushängeschild für Bebra“ werden und eine Strahlkraft bis nach Bad Hersfeld entwickeln – so hieß es im Februar 2019 bei der Vorstellung des Projekts „Seehaus“ des VR-Bankvereins. Seitdem ist es still geworden um das geplante Restaurant samt Eventlocation und Übernachtungsmöglichkeiten am Breitenbacher See. Derzeit sucht die Genossenschaftsbank nach einem Projektpartner und Fördergeld.

„Wir haben noch nicht den nächsten Meilenstein erreicht“, sagt Ralf Seger, Bereichsleiter regionale Investitionen, auf Anfrage unserer Zeitung. Der VR-Bankverein sei in unverbindlichen Gesprächen auf der Suche nach Partnern und einer Förderung, weil das ambitionierte Projekt nicht alleine zu stemmen sei. Nach dem ersten Entwurf soll am Seeufer auf 1200 Quadratmetern ein Neubau mit einstöckigem Mittelteil und jeweils zweistöckigen Flügeln mit Platz für etwa 200 Gäste gebaut werden. Mit einer Glasfront zum Wasser hin soll der Blick auf den See frei bleiben. Wann und wie es mit dem Projekt weitergeht, steht noch nicht fest.

An diesem Ufer soll das Haus am See stehen.

Bei der Vorstellung vor knapp einem Jahr präsentierte die Gastronomen-Familie um Christian Weghofer Pläne für den Restaurant- und Eventbetrieb am Breitenbacher See. Weghofer war unter anderem als Geschäftsführer des Rotenburger „Hotel Rodenberg“ tätig und leitet derzeit das „Kloster Kreuzberg“ der Franziskaner Klosterbetriebe in Bischofsheim. Ohne Förderung für den Neubau seien die Projektkosten zu hoch und damit die zu zahlende Pacht nicht aufzubringen, sagt Weghofer. Das liege auch an den möglichen Besucherzahlen: „In Kassel habe ich andere Grundvoraussetzungen als zwischen Bebra, Bad Hersfeld und Rotenburg“, so der Gastronom. Sollte das Projekt gefördert werden, bestehe allerdings von seiner Seite immer noch Interesse. Auch der VR-Bankverein kann sich die Partnerschaft vorstellen, sei bei der Suche nach Pächtern aber noch offen. Ralf Seger macht aber auch deutlich: „Der Fokus liegt auf anderen Projekten mit festen Terminen“ – etwa die Hilti-Erweiterung im Bebraer Industriegebiet Nord, die Anfang April fertig sein soll.

In Bebra ruhen laut Bürgermeister Uwe Hassl die Planungen rund um das Projekt „Seehaus“. Die Grundstücke am Breitenbacher See gehören der Stadt, das Parlament müsste einem Verkauf zustimmen. Zudem soll der Neubau auf dem Gelände des derzeitigen Wohnmobilstellplatzes entstehen. Die Camper müssten am Seeufer entlang hinter den Segelclub ausweichen, die Stadt am neuen Stellplatz für die nötige Infrastruktur sorgen. Eine Neugestaltung der Uferpromenade um das Seehaus, wie bei der Projektvorstellung im Gespräch war, würde die Stadt rund eine halbe Million Euro kosten, schätzt Hassl. „Wir wollen den See weiterentwickeln“, so der Bürgermeister. Dafür brauche es aber – mit Förderung und Investoren – Geld von außen. (cig)

Quelle: HNA

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