Investor spricht von Gastronomie mit Außenbewirtung

Steakhaus geplant: Altes Rathaus in Bebra steht vor Verkauf

+
Schmuckstück im alten Ortskern von Bebra: Der ehemalige Bitzenhof war später Rathaus, beherbergte dann die Stadtbücherei und wird jetzt nur noch vom Kulturzug Bebra und der Naturkundlichen Gesellschaft Mittleres Fuldatal genutzt.

Bebra. Das Alte Rathaus, der ehemalige Bitzenhof, soll verkauft werden. Die Stadtverordneten werden darüber in der nächsten Versammlung am Donnerstag, 31. August, entscheiden.

Es ist vorgesehen, das Gebäude und etwa 640 Quadratmeter Grundstück für mindestens 220.000 Euro zu verkaufen. Das Geld soll – wenn es die Versammlung so beschließt – für das Bahnhofsensemble mit Lokschuppen, Kesselhaus und Inselgebäude verwendet, also zweckgebunden eingesetzt werden.

Wenn die Stadtverordneten zustimmen, wollen Thorsten und Rosemarie Ansorg aus Bebra das Gebäude kaufen. Sie planen dort ein neues gastronomisches Angebot: Angedacht ist ein Steakhaus mit Außenbewirtschaftung. Allerdings darf an dem Gebäude aus Denkmalschutzgründen nichts Wesentliches verändert werden.

Bürgermeister Uwe Hassl erklärte auf Nachfrage, das Projekt liege ihm am Herzen. „Wir können nicht auf zwei Hochzeiten tanzen“, sagte Hassl, die Stadt werde künftig auf einer anderen Spielwiese agieren, nämlich dem Kultur- und Denkmalbahnhof.

Für die Vereine, die derzeit noch im Alten Rathaus ansässig sind, gebe es schon Lösungen, so der Bürgermeister. Insbesondere für den Kulturzug Bebra bedeute der Verkauf, wenn er denn zustandekommt, eine Interimszeit. Die Veranstaltungen könnten beispielsweise in der Aula der Beruflichen Schulen und bald auch im Lokschuppen und im Kesselhaus stattfinden. Der Kulturzug erhält laut Hassl zunächst ein Büro im Rathaus, ebenso wie die Naturkundliche Gesellschaft Mittleres Fuldatal. Die Stadtbücherei ist bereits aus dem Alten Rathaus ausgezogen und befindet sich jetzt in der Brüder-Grimm-Grundschule an der Luisenstraße.

Begründet wird der geplante Verkauf unter anderem damit, dass sich bisher kein anderes Konzept für das Alte Rathaus gefunden habe, weil es hohe Anforderungen an den Denkmal- und Brandschutz gebe. Verschiedene Interessenten hätten bisher am Ende immer wieder Abstand genommen. Nun freue man sich über das Interesse eines heimischen Investors, der sich ernsthaft um das Objekt bemüht. Veränderungen seien außen nicht und im Inneren nur in engem Rahmen möglich. Vor allem der Brandschutz erfordere Investitionen.

Quelle: HNA

Kommentare