Plätze sind schon vergeben

Startschuss für Kinderkrippe in Bebraer Kindertagesstätte 

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Nach dem Singen gibt es eine Belohnung für die kleinen Käfer, Bienen und Grashüpfer: Die Kindergartengruppen sind nach Insekten benannt.

Bebra. Neben Käfern, Bienen und Grashüpfern tummeln sich jetzt auch Glühwürmchen in der evangelischen Kindertagesstätte Arche Noah in Bebra.

Die Bebraer Kita hat kein Problem mit Insekten, sondern die Kindergartengruppen sind nach Insekten benannt. Die Glühwürmchen – die Krippengruppe – wird in den neuen Anbau einziehen, der am Dienstag mit Vertretern von Kirche, Magistrat, Baufirmen und Eltern feierlich eingeweiht wurde.

Begrüßt Kinder und Besucher: Der Haussegensspruch der neu eingeweihten Krippe schmückt nun die Eingangstür.

Die neuen Plätze sind schon vergeben

Zwölf Plätze für die Ein- bis Dreijährigen sind entstanden – alle bereits vergeben. Die ersten Glühwürmchen sind in der vergangenen Woche eingezogen, monatlich werden neue Kinder eingewöhnt und bis Januar wird die Gruppe vollständig sein. Mit drei Jahren können die Kinder dann flexibel in den Kindergarten wechseln. Die Krippenkinder werden von den drei Erzieherinnen Eveline Hoppe, Paula Rehwald und Kristina Knaub betreut. 

Anbau ist bis auf wenige Kleinigkeiten fertiggestellt

Bis auf einige wenige Kleinigkeiten ist der Anbau fertiggestellt, der Spielplatz für die Krippenkinder ist noch in der Bauphase. Hell und offen, mit großen Fenstern, hat Architektin Silke Holzhauer aus Bebra, die schon einige Kindertagesstätten gebaut hat, den Anbau gestaltet. Innen geht es mit Lila- und Grüntönen farbenfroh zu. Die Bauphase war vor allem für die Erzieherinnen anstrengend und mit Einschränkungen verbunden, die Kindergartenkinder hingegen waren fasziniert von dem großen Kran und dem Bagger.

Erweiterung ist Investition in die Zukunft

„Kinder sind eine Gabe des Herren“ (Psalm 127) begrüßte Pfarrer Martin Schacht die Gäste und erklärte, dass die neuen Krippenplätze dringend benötigt wurden. Bürgermeister Uwe Hassl betonte, dass zur „familiengerechten“ Stadt Bebra der Bau von Kinderkrippen gehöre. „Investitionen in Kinder sind Investitionen in die Zukunft“, so Hassl. Auch der Vorsitzende des Zweckverbands evangelischer Tageseinrichtungen für Kinder, Andreas Schmidt-Wecken, war zur feierlichen Eröffnung erschienen und überreichte Geschenke. Er koordiniert die Kindertagesstätten, die sich unter kirchlicher Trägerschaft befinden. Kita-Leiterin Eva-Maria Brell verlas den Haussegensspruch „Möge Gott alle Gefahren von diesem Haus abwenden, und alle, die durch diese Türen gehen beschützen“.

Baukosten etwas höher als geplant

Insgesamt beliefen sich die Baukosten auf 700.000 Euro, statt der anfänglich geplanten 600.000 Euro, da der Sandboden mit einer zusätzlichen Betonsohle stabilisiert werden musste. Die Stadt bezuschusste das Projekt, das unter kirchlicher Trägerschaft steht, mit insgesamt rund 380 000 Euro, den Rest tragen das Land Hessen und die Kirche. Die marode Heizung wurde für die komplette Kita erneuert. Die Bauzeit betrug rund zwei Jahre.

Alena Nennstiel

Quelle: HNA

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