Gemeinsam die Region schöner machen 

Stammtisch setzt sich für Zusammenhalt in Erlebnisregion Mittleres Fuldatal ein 

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Gemeinsam stark: Mitglieder des Tourismusvereins Erlebnisregion Mittleres Fuldatal treffen sich zum Stammtisch.  

Rotenburg. Seit zwei Jahren lädt Nancy Konradt, Geschäftsführerin der Erlebnisregion Mittleres Fuldatal, zu Stammtisch-Treffen an verschiedene Orte ein. Thema ist stets die Zukunft der Region. Wichtige Punkte sind unter anderem Standortentwicklung und die Vernetzung der Menschen. 

Fast jeden, der den Raum betritt, begrüßt Nancy Konradt mit dem Vornamen, immer lächelnd und freudestrahlend. Auch, wenn viele der Teilnehmer einander noch nicht kennen, fühlen sie sich so doch gleich willkommen und geschätzt.

Seit gut zwei Jahren lädt Konradt, Geschäftsführerin der Erlebnisregion Mittleres Fuldatal und den allermeisten bekannt als „Frau Nancy“, Vertreter der fünf Mitgliedskommunen, die Vertreter der über hundert Mitgliedsbetriebe und die Künstler und Handwerker der Handwerkerlebnisroute in losem Abstand zum gemeinsamen Stammtisch an verschiedenen Orten ein, zum Beispiel im Hotel Silbertanne in Rotenburg.

Konradt sieht touristisches Marketing auch als Standortentwicklung an. Einfach ausgedrückt, sagt sie, sei es so: „Wenn wir die Region schöner machen, ist das nicht nur gut für die Feriengäste, sondern auch für die Leute hier.“ Attraktiv solle die Region sein, nicht nur für Urlauber, sondern auch für jene, die schon hier wohnen oder überlegen ins Fuldatal zu ziehen.

Vernetzung wichtig

Die Vernetzung der Menschen ist für sie dabei von zentraler Bedeutung. Bei den Stammtischen treffen Vermieter von Ferienwohnungen etwa auf den Leiter einer Event-Agentur oder auf Landwirte, die neue Wege der Direktvermarktung eingeschlagen haben. Museumsbetreiber lernen Kunsthandwerker oder Reitlehrer kennen. Menschen erfahren voneinander und von der großen Zahl an Freizeitangeboten.

Touristen würden merken, wenn die Menschen vor Ort einander kennen, sagt Konradt, und könnten davon profitieren, wenn es um die Gestaltung des Urlaubs geht. Gastgeber sollten „mit Herzblut“ von anderen Menschen und deren Angeboten erzählen. In anderen Tourismusgebieten sei das bereits Standard.

Zugleich will Konradt die Mitgliedsbetriebe auch mithilfe des Stammtischs auf die Zusammengehörigkeit und auf das überregionale Tourismuskonzept, an dessen Verwirklichung die Erlebnisregion als relativ kleine Einheit mitarbeite, einschwören. So wirbt sie dort etwa für die Gästekarte und die Marketingkampagne „Ein Herz verlieren“ der Grimm-Heimat Nordhessen. Sie will, dass die Menschen die Grimm-Heimat oder das Mittlere Fuldatal nicht als theoretische Konzepte begreifen, sondern: „Das sind wir selbst. Wir brauchen jeden dieser Menschen.“ Sie ergänzt: „Wir müssen zuerst die Akteure begeistern, um die Gäste zu begeistern.“

Viele der Stammtisch-Teilnehmer sind bereits begeistert. „Es ist schön, auf diese Weise andere Leute kennenzulernen, die Gastronomie betreiben“, sagt Susanne Schreiber von der Gutsherrn-Klause in Dankerode. Andere Angebote, etwa den Besuch beim Töpfer oder beim Korbflechter, könne sie ihren Gästen weiterempfehlen. Ähnlich sieht das Anke Schröder von der Radstation Bebra. Sie sagt: „Ich freue mich, dass alle eine Einheit bilden, und nicht die Konkurrenz im Vordergrund steht.“

Quelle: HNA

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