38-Jähriger aus dem Kreisteil Rotenburg angeklagt

Stalker vor Gericht: Telefon-Terror nach Internet-Beziehung

Bad Hersfeld. Mit mehr als 700 Anrufen am Tag, Hunderten von Textnachrichten, Rufschädigung und fingierten Bestellungen von Taxis und Pizzas soll ein 38-Jähriger aus dem Kreisteil Rotenburg einen Geschäftsmann aus Frankfurt am Main terrorisiert haben.

Der gelernte Bauzeichner, der nach einem Unfall querschnittsgelähmt ist, muss sich seit gestern wegen dieser und weiterer Vorwürfe vor dem Schöffengericht des Amtsgerichts Bad Hersfeld verantworten. Der Angeklagte räumte die Vorwürfe im Wesentlichen ein.

Aktualisiert um 21.38 Uhr.

Die beiden Männer hatten im Januar 2013 zunächst einvernehmlich über eine Internet-Plattform für Homosexuelle Kontakt aufgenommen. Der Angeklagte hatte dabei seine Identität verschleiert und war in den Besitz von Sex-Fotos und Videos des Frankfurters gelangt. Mit diesen soll er den zwei Jahre jüngeren Geschäftsmann später derart unter Druck gesetzt haben, dass der Geschädigte mittlerweile psychisch angeschlagen ist und seine Arbeitsstelle wechseln musste.

In einem weiteren Fall wird dem 38-Jährigen vorgeworfen, sich gegenüber einem anderen Mann am Telefon als Frau ausgegeben zu haben und auch hier mit der Veröffentlichung von Nacktfotos gedroht zu haben, um den Kontakt aufrechtzuerhalten. Der Prozess wird in zwei Wochen fortgesetzt. (ks)

Quelle: HNA

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