Anschluss an die Autobahn 44

A 4  für Bauarbeiten voll gesperrt: Stahlträger für Autobahnkreuz Wommen montiert

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Giganten unter sich: Nicht nur die Stahlträger für das künftige Autobahnkreuz Wommen waren 50 Meter lang und 65 Tonnen schwer, auch die Lkw, die die Last aus Sachsen-Anhalt transportierten, waren 60 Meter lang. 

Die Stahlgiganten für das künftige Autobahnkreuz Wommen sind am Wochenende montiert worden. Jeder Träger wiegt 65 Tonnen und ist 50 Meter lang. 

Zehn 60 Meter lange Lastwagen rollten am Samstagnachmittag um 14 Uhr auf die voll gesperrte Autobahn A 4 zwischen Wommen und Wildeck-Obersuhl. Die Fahrer manövrierten mit viel Geschick und Präzision ihre Wagen in die richtige Position. Aufgeladen hatten die Lkw 65 Tonnen schwere, 50 Meter lange und eineinhalb Meter breite Verbundfertigteilträger, die in einem Werk in Wittenberg (Sachsen-Anhalt) gefertigt wurden.

Die Stahlverbundteile wurden in Reih und Glied aufgestellt. Eine mehr als einen Kilometer lange Schlange bildete sich. „Einer kommt nach dem anderen dran“, erklärt Frank Ansorge. Der Deges-Baubevollmächtigte ist für die Bauarbeiten des Kreuzungsbauwerks der Autobahn 44 Kassel-Herleshausen mit der A 4 für die geplante Verschmelzung beider Autobahnen im zukünftigen Wommener Dreieck zuständig.

Beim Blick auf die Stahlverbundteile hofft Ansorge, dass es keine unplanmäßigen Verformungen durch den Transport gab: „Wenn eine Salami-Scheibe fehlt, dann merkt man das sofort.“

Es fehlte nichts. Im Anschluss hoben zwei Kranwagen den ersten Verbundfertigteilträger binnen von wenigen Minuten auf die Betonvorrichtung. Es war eine Punktlandung.

Nach der ersten Montage verstrichen 90 Minuten, ehe die nächsten vier Verbundfertigteilträger ihren Weg im Stundentakt auf die Vorrichtung fanden.

Meilenstein im bau der Autobahn 44

Das Bauwerk ist ein Meilenstein der sich im Bau befindenden A 44 und gleichzeitig auch mit einem Ende verbunden. Zeitgleich wurde 100 Meter weiter im Schutz der Vollsperrung die bestehende Wirtschaftswegüberführung „Feldweg Wommen“ über der A4 von vier Abbruchbaggern abgerissen.

Zuvor mussten Fledermaus-Leiteinrichtungen errichtet werden, weil die Brücke laut Umweltbehörden eine Orientierungshilfe darstellte. „Für die Instandhaltung der Brücke musste die Kommune jährlich zahlen“, sagt Ansorge, „wir konnten zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen.“ Ansorge konnte am Sonntagmorgen um 10 Uhr nach dem Ende der konzertierten Abriss- und Aufbauaktion sehr zufrieden sein. „Durch die 20-stündige Sperrung über die Umleitungsstrecke über die B 400 mussten wir den Verkehr nur einmal umleiten. Weitere Sperrungen der A 4 im Zuge des später anstehenden Streckenausbaus für das Wommener Dreieck sind nicht zu erwarten.“ 

Basis für Autobahnkreuz Wommen - 50 Meter Stahl am Stück 

Von Marvin Heinz

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