Geld für Wasser- und Abwasser-Infrastruktur

Stadtwerke Rotenburg investieren 5,8 Millionen Euro

Biologischer Abbau von Phosphor: Laien sehen nur Plastikbeutel an der Stange, doch soll am Ende des Pilotversuches ein gut funktionierender Abbau des Phopshpors stehen, der die Qualität des gereinigten Abwassers weiter verbessern soll.

Rotenburg. Die Stadtwerke Rotenburg werden auch im kommenden Jahr kräftig investieren. 5,8 Millionen Euro sollen in die Infrastruktur rund um Wasser und Abwasser fließen. 

Mit dem neuen Wirtschaftsplan befassen sich die politischen Gremien in den kommenden Wochen. Der Plan soll in der nächsten Sitzung der Stadtverordneten, am Donnerstag, 18. Januar, verabschiedet werden.

Einige Positionen wurden von 2017 auf 2018 verschoben, weil Baufirmen offenbar so stark ausgelastet sind, dass sie die Projekte nicht umsetzen wollten und/oder viel höhere Preise forderten als einkalkuliert. Betroffen ist zum Beispiel der Bau eines neuen Stauraumkanals in Schwarzenhasel. Wofür wird das Geld ausgegeben? Wir nennen die wesentlichen Punkte.

Abwasser

• Die Anlage zum biologischen Phosphorabbau soll für 750.000 Euro erweitert werden. Mit dem Bau der Anlage war in Rotenburg 2015 landesweit ein Pilotprojekt gestartet worden (wir berichteten), die Erweiterung zahlt das Land. Beteiligt an der Versuchsanlage ist auch die Technische Hochschule Mittelhessen.

• 80.000 Euro werden in eine neue Steuerungstechnik für die Kläranlage investiert, weil Ersatzteile nicht mehr lieferbar sind.

• Die Fortsetzung der Kanalsanierung schlägt mit 2,4 Millionen Euro zu Buche. Unter anderem ist der Bereich vom Breitinger Kirchweg bis zum Mündersbach vorgesehen, hatte Bürgermeister Christian Grunwald in der jüngsten Stadtverordnetenversammlung erläutert.

• Umgang mit Klärschlamm: Die neue Klärschlammvererdungsanlage in Braach kann laut Bürgermeister noch nicht zu 100 Prozent genutzt werden, deshalb müssen noch Teilmengen separat entsorgt werden. Und das kostet 105.000 Euro. Investiert werden an der neuen Anlage lediglich 5000 Euro für eine Bepflanzung.

• Schlammpumpen für die Kläranlage werden für 42.000 Euro angeschafft.

Wasser

• 280.000 Euro werden für eine Notstromversorgung ausgegeben, die etwa zwei Wochen lang funktionieren muss. Diese Investition dient zur Umsetzung des Zivilschutzkonzeptes der Bundesregierung.

• Die Wassernetzsanierung schlägt mit 1,2 Millionen Euro zu Buche. Es geht konkret um die Transportleitungserneuerung vom Schacht Schachtel zum Messschacht Lispenhausen, vom Hochbehälter Junkerswiesen zum Schacht Bahnunterführung/Heienbach und vom Heienbachkreisel zum Hochbehälter Neustadt sowie bis zum Messschacht Waldweg. Die Trinkwasserleitungen in der Schillerstraße, der Grünbergstraße und der Straße Oberer Höberück sollen ebenfalls erneuert werden.

• Brunnen und Hochbehälter bekommen für 60.000 Euro neue Bodenbeläge gemäß der gesetzlichen Vorgaben und neue Treppengeländer.

• Sechs Trübungsmessgeräte für Tiefbrunnen und Quellen sollen zur Sicherstellung der Entkeimungsfunktion für 40.000 Euro angeschafft werden.

Strom und Wärme

• 32.000 Euro sind für je eine Solaranlage auf dem Feuerwehrgerätehaus und dem künftigen Familienzentrum geplant.

Insgesamt ergibt sich eine Nettoneuverschuldung der Stadtwerke von 3,5 Millionen Euro. Das sei überwiegend auf Investitionen zurückzuführen, zu denen die Stadt gesetzlich verpflichtet sei, erklärte der Bürgermeister.

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