Beginn wohl im Frühjahr 2021

Bebra startet ins Großprojekt: 20 Mio. Euro für Göttinger Bogen und Kernstadt

Ziele am Rathausmarkt sind zum Beispiel Barrierefreiheit und eine ansprechendere Gestaltung.
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Ziele am Rathausmarkt sind zum Beispiel Barrierefreiheit und eine ansprechendere Gestaltung.

Die Umgestaltung läuft bis 2028, losgehen könnte es im Frühjahr 2021.

Bebra – Die Stadterneuerung in Bebra im Göttinger Bogen und der nordwestlichen Kernstadt wird ein 20-Millionen-Projekt. Das geht aus dem sogenannten Integrierten städtebauliche Entwicklungskonzept (Isek) hervor, dass das Hessische Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen bereits genehmigt hat. Die Umgestaltung läuft bis 2028, losgehen könnte es im Frühjahr 2021.

Das Entwicklungskonzept dient als Drehbuch für die Stadterneuerung. Gut ein Jahr hat das Kasseler Planungsbüro NH-Projektstadt Probleme und Potenziale der Bebraer Stadtgebiete zusammengetragen, auch mit Beteiligung der Bürger (wir berichteten). Größtes Vorhaben ist ein sogenanntes Quartierszentrum an der Grundschule an der Luisenstraße im Göttinger Bogen: Rund fünf Millionen Euro sollen in den Neubau fließen, der Platz für eine Kita, ein Familienzentrum und eine Mensa bieten könnte und laut Bauamt ein Schlüsselprojekt für die erfolgreiche Aufnahme in das Förderprogramm ist.

Weitere Projekte sind die Umgestaltung der Kernstadt rund um den Rathausmarkt (geschätzte Kosten: 2,6 Millionen Euro), die Steigerung der Attraktivität entlang des Bebra-Baches (1,6 Millionen Euro) sowie die Verbesserung der Nahmobilität (1,9 Millionen Euro), etwa mit Rad- und Fußgängerwegen. „Wir möchten von außen nach innen gehen“, heißt es aus dem Bebraer Bauamt. Zum Schluss werde mit dem Rathausmarkt ein Ausrufezeichen gesetzt. Ziele sind etwa Barrierefreiheit und eine ansprechendere Gestaltung. Rathausplatz und Fußgängerzone sollen zu einem zentralen Treffpunkt werden. In der Nürnberger Straße soll der Leerstand verschwinden.

Gefördert wird der Stadtumbau seit 2018 durch das Bund-Länder-Programm „Soziale Stadt“, das mittlerweile unter dem Namen „Sozialer Zusammenhalt“ läuft (siehe Hintergrund). Insgesamt rechnet Bebra mit einer Unterstützung in Höhe von 9,8 Millionen Euro. Weitere Förderquellen sind angezapft, der Eigenanteil der Stadt soll letztendlich bei rund 3,8 Millionen Euro liegen.

Die Zuschüsse für einzelne Projekte der Stadterneuerung werden in einem jährlichen Bewilligungsverfahren und mit Blick auf die Planung im Isek vergeben. Die ersten Anträge zur Stadtsanierung könnten zum Jahreswechsel gestellt werden. Die Zustimmung der Bebraer Stadtverordnetenversammlung steht noch aus. Sie stimmt am 10. September ab.

Das bisherige Programm „Soziale Stadt“ wird mit dem neuen Programm „Sozialer Zusammenhalt“ fortentwickelt. Die Ziele bestehen weiterhin darin, die Wohn- und Lebensqualität sowie die Nutzungsvielfalt in Quartieren mit besonderem Entwicklungsbedarf zu erhöhen, die Integration aller Bevölkerungsgruppen zu unterstützen und den Zusammenhalt in der Nachbarschaft zu stärken. Stärker betont werden das Quartiersmanagement und die Teilhabe von Ehrenamtlern.

Quelle: HNA

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