Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft

Stadtparlament Bebra hebt Fördersperre für Lebensretter auf

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Die Fördersperre für den Rettungsverein Bebra iat aufgehoben.

Gute Nachrichten für den Ortsverein Bebra der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG): Das Stadtparlament hat die Fördersperre für den Rettungsverein aufgehoben. 

Der Ortsverein Bebra der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) darf die Stadt Bebra wieder um finanzielle Unterstützung bitten: Das Stadtparlament hat die Fördersperre für den Rettungsverein in der jüngsten Stadtverordnetenversammlung aufgehoben.

Hintergrund für die Sperre ist ein Zuschuss aus dem Jahr 2011: Die DLRG erhielt damals 40.000 Euro für den Kauf des ehemaligen Raiffeisengebäudes in Asmushausen – verzichtete laut Vertrag damit aber für einen Zeitraum von 25 Jahren „auf jegliche weitere finanzielle Unterstützung.“ Das schloss die Vereinsförderung mit ein.

Parlament will weiterhin über Förderanträge entscheiden

Mit Blick auf die Unterstützung anderer Vereine sei das ungerecht, heißt es im Beschlussvorschlag aus der Verwaltung. Jüngstes Beispiel ist die Turnhalle des TSV Bebra, deren Sanierung von der Stadt mit 33.000 Euro gefördert wird.

„Deutschlandweit wird beklagt, dass immer weniger Kinder schwimmen können“, sagte Christina Kindler (SPD), nachdem sie eine lange Liste mit den Leistungen der DLRG aufgezählt hatte. Gerade auch bei der Schwimmausbildung sei der Verein unermüdlich im Einsatz. Über Förderanträge entscheide weiterhin das Parlament. „Wir geben nichts aus der Hand, sondern sorgen nur für eine Gleichbehandlung der Vereine“, so Kindler.

Fördersperre sollte eigentlich 25 Jahre gelten

Viele der derzeitigen Stadtverordneten hätten die Vereinbarung mit der DLRG im Jahr 2011 mitbeschlossen, gab Liane Ursprung-Hollstein (CDU) zu bedenken. Diese sollte für 25 Jahre gelten, werde nun aber nach bereits acht Jahren wieder aufgehoben. „Wir müssen bei unseren Verträgen besser aufpassen“, forderte die Stadtverordnete.

Das Parlament könne aus seinen Fehlern lernen, hielt SPD-Fraktionschef Gerhard Schneider-Rose dagegen: „Warum sollte die DLRG die Leidtragende sein?“.

Nach kurzer Verwirrung über die beiden vorliegenden Abstimmungsmöglichkeiten entschied sich die Mehrheit der Stadtverordneten (18 Ja-Stimmen) dafür, die Sperre komplett zu streichen. Für die Alternative – die DLRG kann Fördergeld beantragen, wird aber bis 2036 nicht bei der Instandhaltung des Vereinsheims unterstützt – stimmten 16 Parlamentarier.

Quelle: HNA

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