"Am richtigen Fleck"

Stadtbild wieder vollständig: Auferstehungskirche hat ihre Turmspitze wieder

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Das Hochziehen dauerte rund zehn Minuten.

Nach vier Jahren Arbeit ist es geschafft: Die Auferstehungskirche Bebra hat ihre Turmspitze wieder. Die tonnenschwere Zentimeter-Arbeit dauerte nur wenige Minuten. 

Um 10.44 Uhr war das Bebraer Stadtbild wieder vollständig: Ein Kran hatte der Auferstehungskirche endlich wieder ihre Krone aufgesetzt. „Ich bin sehr froh, dass die Turmspitze an ihrem richtigen Fleck ist“, sagte Pfarrer Alexander Ulrich. Er sei sehr glücklich, dass alles geklappt habe. Wir konnten den Zeit- und den Kostenplan einhalten.“

Stadtbild ist jetzt wieder vollständig.

Hungrige Käfer hatten den Holzdachstuhl zerfressen. Die Spitze drohte beim nächsten Sturm vom Turm geweht zu werden. Zudem wurde die Spitzenkrönung aus Kupfer erneuert. Das Projekt dauerte inklusive Planung vier Jahre. Die Arbeiten haben über 420 000 Euro gekostet. 121 000 Euro kamen von privaten Spendern. Das restliche Geld stammte von der Landeskirche, des Kirchenkreises und aus Baulastablösungen.

„Schön, dass die Spitze wieder da ist. Sie hat sehr gefehlt“, sagte Gemeindemitgied Renate Eichhorn. Sie schaute wie viele Bebraner zu, als Matthias Bein die Turmspitze auf die Kirche platzierte. Der Kranfahrer mit 20 Jahren Berufserfahrung hatte wenig Mühe. Das Hochziehen dauerte nur kurze Zeit. Nach etwas über zehn Minuten war die tonnenschwere Zentimeterarbeit vorbei.

Nur der Aufbau sei kompliziert gewesen. „Wir hatten auf dem Kirchenplatz wenig Spielraum“, sagte Bein. Er musste mit seinen Kollegen einige Baumäste auf dem Kirchenplatz absägen. „Sonst hätte sich der Kran nicht vollständig drehen können.“

Im Anschluss baute Dieter Höschel mit seinen Kollegen von der Firma Jenkram Abstützplatten und Kontergewichte auf. Sie hielten den Kran mit 130 Tonnen Tragkraft im Gleichgewicht. Die Turmspitze wurde mit Hebeschlingen an den Kran montiert. Dann ging es in die Höhe.

„Für mich ist die Kirchturmspitze eine echte Herzensangelegenheit“, sagte Hannelore Hildebrandt. Ihre Familie lebt seit 1949 in Bebra. Sie zogen aus Thüringen in die Region. „Mein Vater hat früher immer gesagt, dass die Kirche unser Zuhause ist. Jetzt ist unser Zuhause endlich wieder vollständig.“

Stadtbild wieder vollständig: Auferstehungskirche hat ihre Turmspitze wieder

Quelle: HNA

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