Sportstätte seit langem gesperrt

Stadionlaufbahn Obersuhl: Nächste Runde vor Gericht

+
Für den Sportverein und die Schulen eine Katastrophe: Die Laufbahn in Obersuhl ist seit Jahren gesperrt.

Obersuhl. Die unglaubliche Geschichte der seit langem gesperrten Stadionlaufbahn in Obersuhl (Kreis Hersfeld-Rotenburg) geht in eine neue Runde. Das Landgericht Fulda hat ein Urteil gesprochen. 

Das Landgericht Fulda hat die Baufirma vor kurzem dazu verurteilt, 50 Prozent der Sanierungskosten zu übernehmen. Die Begründung: Die Firma habe die Bauarbeiten mangelhaft ausgeführt.

Die Firma allerdings hat Berufung gegen das Urteil eingelegt. Jetzt müssen die Richter des Oberlandesgerichts Frankfurt entscheiden, ob sie die Berufung zulassen. Das teilte Wildecks Bürgermeister Alexander Wirth auf Anfrage unserer Zeitung mit.

2009 frisch saniert

Die Vorgeschichte: 2009 war die frisch sanierte Kunststoffbahn wieder eingeweiht worden. Nach nur einem Jahr wurden erste Mängel auf der Laufbahn festgestellt. Es bildeten sich immer mehr große Blasen unter dem Belag. Zum Teil löste sich der Belag auch. Die Bahn war dann 2014 in einem so desolaten Zustand, dass der TV Obersuhl einen sicheren Wettkampfbetrieb nicht mehr gewährleisten konnte.

Nachlässig gearbeitet

Die Anlage hatten auch die Schüler der Grundschule und der Gesamtschule genutzt. Klar ist, dass bei der Sanierung der Bahn nachlässig gearbeitet wurde. Die Gemeinde Wildeck erhob Klage. Seit 2015 läuft das Verfahren vor dem Landgericht Fulda. In dem Verfahren soll geklärt werden, welchen Anteil die drei beteiligten Baufirma, Planungsbüro und Gemeinde an den aufgetretenen Schäden haben. Die Reparaturkosten werden auf etwa 260 000 Euro geschätzt.

Bis zu zehn Jahre vor Gericht

„Wir gehen davon aus, dass dieses Verfahren vor Gericht noch fünf bis zehn Jahre dauern kann“, sagte der Bürgermeister.

„Für den Sportverein und die Schulen ist aber auf keinen Fall hinnehmbar, bis zu einer endgültigen Entscheidung der Gerichte zu warten. Da müssen wir schon vorher Lösungen finden“, betonte Wirth. „Wir sind schon dabei, kurzfristige oder wenigstens mittelfristige Lösungen zu finden, und parallel dazu lassen wir das Gerichtsverfahren weiter laufen.“

Warum das Verfahren vor Gericht voraussichtlich so lange dauern wird, darüber lesen Sie mehr in der gedruckten Dienstagausgabe unserer Zeitung und im ePaper. 

Quelle: HNA

Kommentare