Rasanter Start für neues Hilfsangebot

Hersfeld-Rotenburg: Sozialpsychiatrischer Dienst des Kreises hat Arbeit aufgenommen

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Neuer Dienst beim Gesundheitsamt des Kreises: Peter Artelt, der Leiter des Gesundheitsamtes (links) freut sich, dass mit Dr. Rainer Hoffmann, Catharina Schade und Maria Horn nun ein Sozialpsychiatrischer Dienst im Kreis tätig ist.

Hersfeld-Rotenburg. Einen neuen Ansprechpartner für Menschen mit psychischen Krankheiten, Suchtkrankheiten oder Demenz und deren Angehörige gibt es seit Anfang Oktober im Landkreis Hersfeld-Rotenburg: Den Sozialpsychiatrischen Dienst.

Nach langer Suche hat der Kreis nun mit Dr. Rainer Hoffmann einen Facharzt für Psychiatrie für den neuen Dienst gewonnen. Hoffmann arbeitet auf Honorarbasis an zwei Tagen in der Woche. Unterstützt wird er von den Sozialpädagoginnen Maria Horn und Catharina Schade und bei Bedarf von Dr. Martin Ebel, der den Kontakt zu den niedergelassenen Ärzten herstellt. „Wir wollen Hilfen anbieten für Menschen, die im Leben nicht so gut zurechtkommen“, sagt Dr. Rainer Hoffmann. Und diese Hilfe wird offensichtlich dringend benötigt.

„Es ging rasant los“, erzählt Maria Horn, eine der beiden Sozialpädagoginnen. 20 bis 25 Patienten habe der Sozialpsychiatrische Dienst in den ersten Wochen bereits betreut. Im Gesundheitsamt ist man froh, über das neue Angebot, betont dessen Leiter Peter Artelt.

Die Anfragen reichten vom einmaligen Beratungsgespräch bis hin zu mehrfachen Hausbesuchen. „Wir machen hier ein niedrigschwelliges Angebot“, betont Hoffmann. Es geht um Beratung, um erste Einschätzungen, ob jemand eine Gefahr für sich oder andere darstellt, um Vermittlung und Begleitung zu anderen Beratungsstellen oder Ärzten, Überzeugungsarbeit, wenn jemand nicht mehr selbstständig wohnen kann und nur in Ausnahmefällen darum, Patienten in die Psychiatrie einzuweisen.

Bei Hausbesuchen versuchen die Sozialpädagoginnen Vertrauen aufzubauen und in Gesprächen mit den Menschen herauszufinden, was sie benötigen. „Wir bringen jedem Menschen die ihm gebührende Wertschätzung entgegen“, betont Dr. Hoffmann. Rezepte für Medikamente oder Therapien bietet der Sozialpsychiatrische Dienst jedoch nicht an.

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Quelle: HNA

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