Jede Stimme zählt

Im Kreis Hersfeld-Rotenburg sind knapp 95.000 Menschen wahlberechtigt

Hersfeld-Rotenburg. Der Wahlkampf läuft bis zur letzten Minute, aber morgen fällt die Entscheidung: Etwa 177 000 Menschen im Wahlkreis 169 sind aufgefordert, einen neuen Bundestag zu wählen. Im Kreis Hersfeld-Rotenburg sind knapp 95 000 Menschen berechtigt, zur Urne zu gehen. In drei Kommunen des Landkreises – Rotenburg, Schenklengsfeld und Ronshausen – wird zudem ein Bürgermeister gewählt.

Bei der Erststimme können die Hersfeld-Rotenburger zwischen sieben Bundestagskandidaten wählen: Michael Roth (SPD), Timo Lübeck (CDU), Martina Selzer (Bündnis 90/Grüne), Sabine Leidig (Die Linke), Stefan Wild (AfD), Manfred Lister (FDP) und Dr. Emmanuel Anyangwe Ngassa (FWG). Geöffnet sind die 199 Wahllokale im Kreis von 8 bis 18 Uhr. 

Ein einzelner Wahlbezirk darf per Gesetz nicht mehr als 2500 Einwohner umfassen, was im Schnitt etwa 1700 Wähler bedeutet. Auch eine Untergrenze gibt es: Um zu verhindern, dass einzelne Stimmen bestimmten Bürgern zugeordnet werden können, sollte die Zahl von 100 Wählern nicht unterschritten werden. Die meisten Wähler im Wahlbezirk leben in Bad Hersfeld (21.977), die wenigsten in Weißenborn im Werra-Meißner-Kreis (820).

Die Ergebnisse der Bundestagswahl aus dem Wahlkreis Werra-Meißner / Hersfeld-Rotenburg finden Sie am Sonntag hier.

Immer attraktiver wird die Möglichkeit der Briefwahl. In Rotenburg waren beispielsweise schon am Mittwoch über 2000 Unterlagen eingegangen. Das entsprach zu diesem Zeitpunkt bereits einer Wahlbeteiligung von 21,7 Prozent. Zum gleichen Zeitpunkt hatten in Bad Hersfeld 4600 Menschen die Briefwahl beantragt und 3830 ihre Unterlagen schon zurückgeschickt. Das entspricht einer Wahlbeteiligung von 17,4 Prozent.

Wann es am Sonntagabend ein vorläufiges Endergebnis der einzelnen Wahlen gibt, ist nicht sicher. Vorgegeben ist aber die Reihenfolge, in der gezählt wird. Dabei gilt: Bundestag vor Bürgermeister. 

Ergebnisse der Bürgermeisterwahlen in der Region finden Sie hier.

Bürgermeisterwahl: Zweimal tritt nur einer an

Als fast sicher gelten die Wiederwahlen von Christian Grunwald (Rotenburg) und Markus Becker (Ronshausen). Die beiden Bürgermeister stehen ohne Gegenkandidaten zur Wiederwahl. Die Wähler beider Kommunen müssen sich auf ihrem Wahlzettel nur zwischen „Ja“ und „Nein“ entscheiden. Gibt es mehr Ja- als Nein-Stimmen, ist der Kandidat gewählt. 

In Schenklengsfeld ist eine Stichwahl am 8. Oktober wahrscheinlich, weil gleich vier Kandidaten um den Posten als Rathauschef werben. Erreichen weder Hans Georg Bock (unabhängig), Udo Langer (Bürgerliste), Carl Christoph Möller (unabhängig) noch Gunter Müller (SPD) 50 Prozent der Stimmen, gehen die beiden stärksten Kandidaten in die Stichwahl.

Quelle: HNA

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