Vogel auf der Fuldainsel zwischen den Brücken in Rotenburg war krank

Kein Happy End: Schwan erst gerettet, dann eingeschläfert

Freuen sich nach erfolgreicher Rettung: von links Christian Holl, Stefan Künzl und der Vogelschutzbeauftragte der Stadt, Ralf Frank. Hauptberuflich ist Frank Biologielehrer. Foto:  Achim Meyer

Rotenburg. Trotz einer Rettungsaktion der Feuerwehr für einen verletzten Schwan gestern Mittag, musste der große Vogel am Ende doch von einer Tierärztin eingeschläfert werden.

Fußgänger hatten das Tier mit blutverschmiertem Flügel auf der kleinen Halbinsel zwischen den beiden Fuldabrücken sitzen sehen und die Polizei alarmiert. Es hieß, jemand habe das Tier bereits am Vorabend im Flug gegen einen der Brückenbögen stoßen und abstürzen sehen. „Dafür sind wir auch da“, sagte Polizeioberkommissar Uwe Zennerer. „Wer soll sich denn sonst kümmern?“

Die Feuerwehr informierte Ralf Frank vom Nabu, der für die Stadt ehrenamtlich als Vogelschutzbeauftragter zuständig ist und zusammen mit den Feuerwehrleuten immer wieder in Not geratene Tiere rettet. Durch das Wasserkraftwerk Haag gelangte er mit zwei Feuerwehrleuten auf die Landzunge und näherte sich dem Tier unter den Augen vieler Passanten auf der Brücke mit einem großen Kescher.

Vogelschutzbeauftragter Ralf Frank mit dem verletzen Vogel. Foto: Achim Meyer

Schwäne würden zwar fauchen und sich wehren, erklärte der Vogelexperte später, würden sich aber ergeben, wenn man sie fest an den Flügeln packe. Und genauso war es: Der verwundete Schwan ergab sich schnell, nachdem er im Netz stecken geblieben war. Einen offenen Bruch am linken Oberarm und großen Blutverlust stellte Frank fest und gab dem Tier, das von der Polizei zur Tierärztin gebracht wurde, wenig Überlebenschancen. Das sah auch die Ärztin so. Es sei schon vorher krank gewesen, berichtete die Polizei später, was womöglich auch den Flugunfall erkläre.

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