"Extrem unterversorgt"

Schnelles Internet für Süß: Ausbau für August 2018 geplant 

Süss. Viele Haushalte und Firmen im ländlichen Raum warten sehnsüchtig auf schnelles Internet. Auch in Süß ist der Empfang schlicht und einfach eine Katastrophe. 

„Extrem unterversorgt“, so sagt es Bürgermeister Ralf Hilmes. Eine Geschwindigkeit von 3 Mbit ist dort schon viel.

Doch jetzt gibt es gute Nachrichten für Süß: Der Nentershäuser Ortsteil wird vom früheren Anschluss der Gemeinde Wildeck profitieren. Wildeck soll in diesem Jahr ausgebaut werden. Und weil Süß sowieso von Richelsdorf her angeschlossen werden soll, ist auch in Süß die Verlegung der Lehrrohre bereits für 2018 geplant. Ursprünglich war der Ausbau für 2019 angekündigt.

Nach Angaben der Baufirma Weigand werden die Arbeiten für Süß voraussichtlich im August 2018 stattfinden. Der Wermutstropfen: In Betrieb gehen kann die Verbindung aber erst Anfang 2019, weil noch ein wichtiger Verbindungsstrang fehlt.

Süß wird vorgezogen 

Bürgermeister Hilmes betonte, er habe darauf gedrängt, dass Süß schon früher angeschlossen werden soll – im Zuge der Arbeiten in der Gemeinde Wildeck.

Vor wenigen Tagen bekam es der Bürgermeister von der Gesellschaft Breitband Nordhessen schriftlich: Süß wird vorgezogen. „Die besondere Situation in Süß ist mir bekannt. Die zeitnahe Versorgung mit schnellem Internet liegt mir ebenfalls am Herzen, sodass wir unseren Generalunternehmer nochmals um Prüfung gebeten haben, ob die Anbindung des Ortsteils Süß schneller erfolgen kann“, heißt es in einem Schreiben von Landrat Dr. Michael Koch, der Aufsichtsratsvorsitzende der Breitband Nordhessen.

Restliche Ortsteile 2019

Die restlichen Ortsteile von Nentershausen sollen wie geplant 2019 angeschlossen werden, berichtet Bürgermeister Hilmes. Er betonte, es sei der Gemeinde auch wichtig, das Angebot der Breitband Nordhessen zu nutzen und sie so zu unterstützen.

Die Gesellschaft Breitband Nordhessen ist ein Zusammenschluss von fünf nordhessischen Landkreisen mit dem Ziel, schnelles Internet in den ländlichen Raum zu bringen. Die Initiative will dafür sorgen, dass möglichst in allen der zuvor schlecht versorgten, zum Teil sehr kleinen Ortsteile eine Übertragungsgeschwindigkeit von bis zu 50 Megabit pro Sekunde möglich ist. Nach Wegfall der regulatorischen Hürden seien auch 100 Megabit pro Sekunde denkbar.

„Bis zum Jahresende wurden schon 850 von insgesamt 2000 Kilometern Leerrohr verlegt“, berichtet Kathrin Laurier, die Geschäftsführerin der Breitband Nordhessen. Ursprünglich hatte man bis zu 500 Kilometer im Jahr 2017 schaffen wollen. Der Generalunternehmer, die Firma Weigand-Bau aus Unterfranken, sei zeitweise mit bis zu 250 Mann im Einsatz gewesen.

Im Regelfall vergehen sechs bis zwölf Wochen von der Übergabe durch die Breitband Nordhessen bis zum Anschluss durch die Netcom.

Quelle: HNA

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