Großer Andrang in der Innenstadt

Schmeckewöhlerchen mit Pfiff: Rotenburg feierte Kartoffelfest

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Kamen beim Kartoffelschneiden am Stand des Bogenschützenclubs kaum hinterher: Elli Heßler (von links), Sandra George-Heßler, Marina Waerdal, Tina Günther und Michael Heßler.

Rotenburg. Die Kartoffelernte fällt diesmal zwar eher bescheiden aus. Das tat dem Kartoffelfest in Rotenburg aber keinen Abbruch - der Andrang war groß. 

Überall gab es Kartoffelvariationen zu probieren. Auf die vielleicht originellste Art bereitete sie einmal mehr der Bogenschützenclub zu. Das Team um Sandra George-Heßler und Tina Günther schnitt sie gekonnt in Spiralen und bot sie kross gebraten zum Kauf an. Inge Moritz aus Rotenburg genoss sie einfach so, nur mit Meersalz. Einfach, aber mit Pfiff, konnten Erdäpfelfans Kartoffeln auch am Stand des noch mit echten Pferdestärken wirtschaftenden Imshäuser Tannenhofs genießen. Johannes Kayser offerierte Knollen der rotschaligen Sorte Laura. Wenn man sie kocht, wird ihr Inneres herrlich gelb und mit Kräuterquark mit hofeigenem Schabzigerklee und Leinöl sind sie eine Delikatesse. Das schien auch Kartoffelkennerin Heidemarie Günter aus Lispenhausen so zu sehen, die sinnigerweise aus Rotenburg an der Wümme stammt, von wo aus es nicht allzu weit ist bis zu den Kartoffelfeldern der Lüneburger Heide.

Großer Andrang beim Kartoffelfest in Rotenburg

Natürlich gab es auch noch andere „Schmeckewöhlerchen“: Bratwurst, Ahle Wurscht, Zwiebelkuchen, herrlich angerichtete und mit Sahne verzierte Waffeln und Crêpes. „Am besten gehen die mit Nutella gefüllten“, unterstrich Kay Gerden, an dessen Stand ständig lange Schlangen waren. Ähnlich war es bei Giancarlo Esposito, der mit seinem Pizzamobil da war. Im über 400 Grad heißem Ofen blubberte Pizza mit Kartoffelstückchen und Salsiccia - die richtige Stärkung für die Rotenburger Pokémon-Gruppe, die im Schlosspark auf Tour war. Stärkungs- und Erholungsmöglichkeiten gab es weiter im und vorm Kreisaltenzentrum, wo alle das etwas kühlere, aber angenehme Wetter genossen.

Musikalisch genießen konnte man vor der Bühne vor der Jakobikirche, wo sich der Schulchor der Albert-Schweitzer-Schule mit der Zugabe „Eisgekühlte Coca Cola“ für den Beifall der vielen Zuhörer bedankte. Aber auch die Coverband Stripped Lounge, Phil Dexter als Elvis, Benji Schaub und die Doubles der Blues Brothers überzeugten. Mit dem „Soulmen-Style-Tanz“ schafften es die ganz in Schwarz gekleideten Blues Brothers Tom und Phil sogar, ihr Publikum zum Mitmachen zu bewegen. Für die lieben Kleinen gab es – solange die Kreide reichte – auf der Fuldabrücke eine von Fräulein Glitzer vorbereitete Kreidemalaktion.

Quelle: HNA

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