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Sängerkreis Alheimer wählt neuen Kreischorleiter und Geschäftsführer

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Von: Wilfried Apel

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Der Vorstand des Sängerkreises Alheimer: Ehrenkreischorleiter Josef Koster (von links), Geschäftsführer Moritz Hafermas, Vorsitzender Marco Gerke, stellvertretender Vorsitzender Hans-Joachim Hartig, Kreischorleiter Michael Maiwald, Schriftführerin und Bezirksvorsitzende Bebra Ina Koch, Ehrenvorsitzender Heinrich Meier, stellvertretende Kreischorleiterin Heidi Kremer, Schatzmeister und Bezirksvorsitzender Blumenstein Thorsten Hilmes und Ehrenmitglied Anneliese Krauß-Neumann.
Der Vorstand des Sängerkreises Alheimer: Ehrenkreischorleiter Josef Koster (von links), Geschäftsführer Moritz Hafermas, Vorsitzender Marco Gerke, stellvertretender Vorsitzender Hans-Joachim Hartig, Kreischorleiter Michael Maiwald, Schriftführerin und Bezirksvorsitzende Bebra Ina Koch, Ehrenvorsitzender Heinrich Meier, stellvertretende Kreischorleiterin Heidi Kremer, Schatzmeister und Bezirksvorsitzender Blumenstein Thorsten Hilmes und Ehrenmitglied Anneliese Krauß-Neumann. © Wilfried Apel

Gut aufgestellt und voller Tatendrang gehen die Sänger und Sängerinnen des 1925 gegründeten Sängerkreises Alheimer nach fast zweijähriger, coronabedingter Zwangspause in ihr neues Sängerjahr.

Richelsdorf - „Was soll ich euch berichten? Die Pandemie hat das Singen zum gefährlichsten Hobby der ganzen Welt gemacht. Aber ich hoffe, dass wir bald wieder regelmäßig Chorproben abhalten und Sängerfeste feiern können“, resümierte Sängerkreisvorsitzender Marco Gerke beim Kreissängertag in der Richelsdorfer Weißberghalle.

Die Voraussetzungen sind gut, denn die ersten Chöre singen wieder und rein organisatorisch hat die den Altkreis Rotenburg und Randgebiete des Werra-Meißner- und des Schwalm-Eder-Kreises abdeckende Sängervereinigung mit bemerkenswerten, einstimmig gefassten Personalentscheidungen die Zukunft „angeknipst“. So wurde der 40 Jahre alte Bebraer Musiklehrer Michael Maiwald einstimmig zum Nachfolger des ins dritte Glied getretenen und zum Ehrenkreischorleiter ernannten Grandseigneurs Josef Koster gewählt.

Vom Landrat mit dem Sängerehrenzeichen geehrt: Horst Weichgrebe (von links) Niels Heusner, Torsten Warnecke, Ute Fischer, Rolf Funk, Sängerkreis-Vorsitzender Marco Gerke und Kreisbeigeordnete Heike Nölke.
Vom Landrat mit dem Sängerehrenzeichen geehrt: Horst Weichgrebe (von links) Niels Heusner, Torsten Warnecke, Ute Fischer, Rolf Funk, Sängerkreis-Vorsitzender Marco Gerke und Kreisbeigeordnete Heike Nölke. © Wilfried Apel

Darüber hinaus stellte sich mit dem gerade mal halb so alten Moritz Hafermas ein vielversprechendes Nachwuchstalent für den Posten des Geschäftsführers zur Verfügung. Der sympathische Weiteröder ist gelernter Eventmanager, in Ausbildung als Fachinformatiker für System-Integration, Inhaber einer Medienagentur und damit wie geschaffen für modernes Sängermanagement.

Gleich nach seiner Wahl hielt er eine stark beachtete, programmatische Antrittsrede, in der er den mucksmäuschenstill und gespannt zuhörenden Anwesenden voller Idealismus zurief: „Musik ist für mich eine große Leidenschaft. Es wird mir ein Fest sein, den Sängerkreis zu unterstützen. Der Wille öffnet die Tür zum Erfolg. Machen wir uns an die Arbeit!“ Initiative ist angezeigt, denn die nach wie vor abnehmende Zahl der Aktiven und Passiven und die bisweilen damit einhergehende Auflösung von Chören und Vereinen ist ein Dauerproblem des Sängerkreises.

Wie dem Jahresbericht von Marco Gerke zu entnehmen war, gehörten dem Unterkreis des Mitteldeutschen Sängerbunds (MSB) fortgeschrieben auf Anfang März des laufenden Jahres 580 singende Männer, 353 singende Frauen und 874 passive Mitglieder, insgesamt also 1807 Mitglieder an. Gegenüber dem Vorjahr ist das ein Minus von 62, gegenüber dem Stand beim Vor-Corona-Kreissängertag 2020 in Breitenbach ein Minus von 192. Stärkster Sängerbezirk war Bebra (212 Aktive), gefolgt von Lützelstrauch (140 Aktive), Blumenstein (138 Aktive) und Sontra (43 Aktive). Die bezirkslosen Vereine (400 Aktive) stellten den Rest der sangesfreudigen Familie.

Mit bester Laune beim Kreissängertag: Vorsitzender Marco Gerke (links) und Ehrenkreischorleiter Josef Koster.
Mit bester Laune beim Kreissängertag: Vorsitzender Marco Gerke (links) und Ehrenkreischorleiter Josef Koster. © Wilfried Apel

Als probates Mittel zur Erhaltung der Singfähigkeit bezeichnete Gerke, der seit vier Monaten auch Beisitzer im Vorstand des MSB ist, die Bildung von Chorgemeinschaften, wie etwa in Heinebach und Süß. „Wir können den Wind nicht ändern, aber wir können und müssen die Segel so setzen und uns da, wo es geboten ist, erneuern, damit wir das Bewährte erhalten können“, bilanzierte der Sängerkreis-Chef, der darauf hinwies, dass der Sängerkreis auch dieses Jahr keine Beiträge von den ihm angehörenden Vereinen einziehen werde.

Kreischorleiter Josef Koster wies in seinem Bericht bedauernd darauf hin, dass in den zurückliegenden zwei Jahren nur 199 Chorproben abgehalten werden konnten und, dass lediglich 31 Mal in unterschiedlich großer Öffentlichkeit gesungen worden sei. Insoweit sei die Pflege des „Wir-Gefühls“ viel zu kurz gekommen.

Als großen Erfolg wertete er, dass es dem Sängerkreis im Gegensatz zum MSB gelungen sei, interessierten Sängern und damit potenziellen Nachfolgern von ausscheidenden Chorleitern eine vom Eigengewächs Michael Maiwald geleitete Chorleiter-Ausbildung zu ermöglichen. Diese habe Anfang März in Gilfershausen begonnen und sei sehr positiv aufgenommen worden. (Wilfried Apel)

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