Anlage mit neun Bahnen 

Das Runde muss ins Runde: Fußballgolfplatz in Seifertshausen offiziell eröffnet 

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Feines Füßchen gefragt: Bei der Premiere des Fußballgolfplatzes in Seifertshausen erlebte auch mancher erfahrene Kicker eine Überraschung. Unter den Zuschauern Rotenburgs Bürgermeister Christian Grunewald (Dritter von rechts).   

Seifertshausen. Präzision, Taktik, gefühlvolle Ballbehandlung und Jubelschreie. Das alles gepaart mit strahlendem Sonnenschein und speziellen Platzverhältnissen. Wer da schon das WM-Finale in Moskau vor Augen hat, liegt falsch. Die Rede ist vom Eröffnungsturnier des Fußballgolfplatzes in Seifertshausen.

Mit dem leicht modifizierten Motto „Das Runde muss ins Runde“ traten elf verschiedene Teams an neun Bahnen an. Jedes Team stellte drei Spieler und mitgereiste „Fanclubs“. Die Rahmenbedingungen waren perfekt. Ein strahlender Himmel, ein laues Lüftchen und ein schattiger Austragungsort.

Die Hindernisse der Bahnen überzeugten mit viel Kreativität und Liebe zum Detail. Traktorreifen an Stahlseilen, Pfähle als Slalomstangen, Baumstämme oder eine Art hölzernes Glockenspiel in einem kleinen Tor sorgten immer wieder für Kopfzerbrechen und Jubelschreie.

Doch die größte Schwierigkeit waren die natürlichen Platzverhältnisse und das Gefälle. Wobei dem ein oder anderen ambitionierten Hobbyfußballer, im Laufe seiner Karriere, bestimmt schon schlechtere B-Plätze unter die Stollen gekommen waren. Hier und da änderte der Ball die Richtung, oder rollte wieder zurück. Obwohl feinste Fußarbeit ein präzises Ergebnis versprach, machte oftmals ein kleines Loch, ein Ast oder höheres Gras einen Strich durch die Rechnung. Das sorgte sowohl bei Zuschauern, als auch bei den Spielern für den ein oder anderen Lacher. Und vor allem für Spannung. Jeder fieberte mit, gab wertvolle Tipps, oder nicht ganz ernst gemeinte Kommentare von sich.

In die Natur eingebunden

Die Idee hinter der schönen Anlage stammt von Volker Neugebauer, stellvertretender Vorsitzender der Freiwilligen Feuerwehr Seifertshausen. Er dachte sich die Hindernisse aus und baute sie in tatkräftiger Zusammenarbeit mit der Freiwilligen Feuerwehr.

Vorbild war dabei die Fußballgolfanlage in Gudensberg. Allerdings mit dem Unterschied, dass die Anlage in Seifertshausen in die Natur mit eingebunden werden sollte, ohne große Umbauten vornehmen zu lassen. Vor allem diese Entscheidung sorgte dafür, dass das Ambiente der Anlage einen schönen Charme entwickelt.

Die Arbeiten an der Anlage begannen im vergangenen Spätsommer und gipfelten im Eröffnungsturnier am Sonntag. Nach dem ersten „Spieltag“ lassen sich einige Punkte festhalten: Idee und Umsetzung sind tadellos. Der Spaßfaktor ist riesig und die Anlage ist in jedem Fall einen Besuch wert. Die Nutzung der Bahn ist kostenlos, ebenso die Nutzung der Hütte, die anlässlich der 750-Jahrfeier gebaut wurde. Wer möchte, kann eine Spende in der Hütte hinterlassen, damit alle Bahnen regelmäßig gewartet werden können. Bleibt nur zu hoffen, dass die Anlage mit Respekt behandelt wird, denn etwas anderes hat so eine tolle Idee und diese schöne Umsetzung nicht verdient.

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