Erweiterung Suchkorridor für Strecke Fulda-Gerstungen

Rotenburgs Stadtverordnete: Mehrheit für Resolution zur Bahntrasse 

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Die Bahn sucht einen Korridor für die neue Trasse der Strecke Fulda-Gerstungen. Unser Symbolbild zeigt einen ICE-Sprinter am Hauptbahnhof München

Mit Mehrheit von CDU und UBR haben die Rotenburger Stadtverordneten eine Resolution verabschiedet und  erklären, dass sie keine Bahntrasse im Fuldatal wünschen.

Die von der CDU-Fraktion vorgelegte Resolution zur Erweiterung des Suchkorridors für den Bahnstreckenneubau Fulda-Erfurt in Richtung Rotenburg ist mit Ergänzungen und Änderungen der UBR-Fraktion am Donnerstag vom Stadtparlament verabschiedet worden. Die SPD stimmte dagegen, aus ihren Reihen gab es eine Enthaltung.

Wesentlicher Unterschied zur Ursprungsversion: Es geht allein um Rotenburgs Belange, wenigstens textlich bleibt Bebra außen vor. Allerdings wäre die von Rotenburg abgelehnte Trasse eine Voraussetzung, um in Bebra einen ICE-Haltepunkt zu erreichen. Deshalb hatte Bebras Bürgermeister sich empört über die CDU-Resolution geäußert, ihr Neid vorgeworfen und Gegenmaßnahmen angedroht.

Es gibt zwei Argumente, die aus Rotenburger Sicht gegen eine Schnellbahntrasse durch das Fuldatal zwischen Rotenburg und Lispenhausen sprechen: Zum einen befürchten die Stadtverordneten eine Gefährdung des Trinkwassers, weil vier Tiefbrunnen am Silberberg (oberhalb Alheimerkaserne) liegen und beeinträchtigt werden könnten. Dieser Argumentation folgt auch die SPD.

Zum anderen wird dargelegt, dass sich Rotenburg wirtschaftlich auf die Förderung von Tourismus und Gesundheit festgelegt und schon viel in diese Richtung investiert hat. Dieses Ziel sehen CDU und UBR ebenfalls durch eine Trasse, die das Fuldatal durchschneiden würde, gefährdet. Die SPD ist da entspannter, Markus Vöckel etwa warnte vor „Denkverboten“ bei einer im Grunde notwendigen Trasse, Fraktionsvorsitzender Sebastian Münscher hält den Zeitpunkt für eine komplette Ablehnung für zu früh. Beide erinnerten daran, dass einer Ortsumgehung Lispenhausen durch das Fuldatal von der Stadtverordnetenversammlung bereits zugestimmt worden war. Die Nähe zu Trinkwasserbrunnen und Eingriffe ins Fuldatal drohten durch die neue Trasse im übrigen im ganzen Kreis, sagte Münscher. Die Trassenvorteile würden aber überwiegen. CDU-Fraktionsvorsitzender Jonas Rudolph warb dagegen für ein frühes Handeln.

Quelle: HNA

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