Innenstadt soll attraktiver werden

Rotenburg will Läden auf Parkplatz Altes Amtsgericht bauen

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Soll bebaut werden: Der Parkplatz Altes Amtsgericht in Rotenburg. Links ist die Brücke der Städtepartnerschaften zu sehen, im Vordergrund verläuft die Straße Untertor. Das Parlament war sich darüber einig, dass sich ein Neubau ins Ortsbild einpassen sollte.

Rotenburg. Dass der Parkplatz Altes Amtsgericht in Rotenburg bebaut werden soll, ist schon länger Stadtgespräch. Jetzt hat das Parlament den ersten Schritt beschlossen.

Die Stadtverordneten sprachen sich einstimmig dafür aus, dass die Firma Converticon des Bad Hersfelder Geschäftsmannes Martin Knauff die Planung für den Standort an der Ecke Untertor/Brücke der Städtepartnerschaften  offiziell vorantreiben soll. Deutlich wurde auch, dass sich die SPD einen Discounter wünscht, die CDU gar von einem kleinen Einkaufszentrum träumt.

Zuvor hatte das Marktforschungsinstitut GMA aus Baden-Württemberg im Auftrag der Stadt den Standort analysiert. Fazit: Die Chancen für den Einzelhandel seien dort „sehr gut“. GMA empfiehlt, auf dem Parkplatz einen Drogeriefachmarkt zu bauen sowie ein Sanitätshaus und ein Bekleidungsgeschäft anzusiedeln.

Das sehen einige Stadtverordnete aber anders, da Rotenburg damit bereits ausreichend versorgt sei: „Ein Discounter wie Aldi oder Lidl würde eher zu einer stärkeren Belebung der Innenstadt beitragen“, sagte Wolfgang Bodenstein (SPD). Dass sich der bereits bestehende Aldi-Markt in Rotenburg vergrößern will, sei ein offenes Geheimnis, so Volker Heise (SPD). CDU-Fraktionsvorsitzender Jonas Rudolph sagte: „Uns ist wichtig, dass es dort ausreichend Einkaufsmöglichkeiten gibt, um Menschen in die Innenstadt zu locken.“ Einigkeit herrschte darüber, dass sich der Bau ins vorhandene Ortsbild eingliedern und ein attraktives Tor zur Innenstadt bilden solle.

Der Auftrag an Converticon, nun den Markt zu analysieren, Kosten und Risiken zu kalkulieren, sowie potenzielle Mieter zu akquirieren, ist mit 60 000 Euro dotiert. Converticon soll ergebnisoffen ans Werk gehen. Wer dann das Gebäude in einem weiteren Schritt tatsächlich baut, ist noch offen.

Quelle: HNA

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