Frischer Kaffee an „Gleis 3“

Rotenburger Bahnhof bekommt einen Kiosk mit Bistro

Bald offene Tür für Gäste: Sandra Bechstein (Mitte) will im November im Rotenburger Bahnhofsgebäude ihren Kiosk mit Bistro „Gleis 3“ eröffnen. Darüber freuen sich auch Bürgermeister Christian Grunwald, links, und MER-Geschäftsführer Torben Schäfer.

Rotenburg. Ab 6. November soll man sich frischen Kaffee schon ab 5 Uhr am Bahnhof in Rotenburg holen können: Sandra Bechstein aus Weiterode will dort einen Kiosk mit Bistro eröffnen.

Geplanter Name: „Gleis 3“. Der Name soll auf den dritten Haltepunkt am Bahnhof hinweisen, einen Ort für Reisende, aber auch für alle anderen, die eine Pause bei Kaffee, belegten Brötchen und anderen Snacks machen wollen. Die Räumlichkeiten für den Kiosk mit Bistro sind bereits seit sechs Jahren, seit der Eröffnung des Bürger- und Tourismuszentrums, fertig. Doch ein Pächter fand sich bisher nicht. Eher zufällig war die 46-jährige Sandra Bechstein im Internet auf das Angebot gestoßen. Sie arbeitet derzeit noch bei einem Bäckerei-Filialunternehmen und plante schon länger den Schritt in die Selbstständigkeit.

So nahm sie Kontakt mit der Stadt auf, entwickelte ein Konzept für ihr neues Unternehmen und bekam vom Magistrat den Zuschlag. „Da war ich der glücklichste Mensch“, erzählt sie. MER-Geschäftsführer Torben Schäfer ergänzt: „Seltsamerweise hatte sich jahrelang kein Interessent beworben. Aber als Frau Bechstein anfragte, gab es plötzlich noch einen zweiten Bewerber.“ Mit „Gleis 3“ will Bechstein Pendlern und anderen Besuchern die Möglichkeit geben, sich zu entspannen und in netter Atmosphäre Wartezeit zu überbrücken. Im Winter im warmen Bistro, im Sommer bei Außenbestuhlung. Vorteil: Das Bistro ist barrierefrei zu erreichen.

„Rotenburger Kaffeeklingel“

Ganz Eilige können vom Bahnsteig aus auch die „Rotenburger Kaffeeklingel“ betätigen und bekommen ihr Frühstück aus dem Fenster gereicht. Diese Idee hat Torben Schäfer beigesteuert.

Sandra Bechstein will zudem Süßigkeiten, Tabakwaren und Zeitschriften anbieten. Zu ihren Snacks gehört auch das, was vielen Menschen aus ihrer Jugend noch politisch völlig unkorrekt als „Mohrenkopfbrötchen“ in Erinnerung ist. Egal wie man es nennt – die süße Leckerei war in den 70er-Jahren Kult. Brötchen will die Mutter von sechs überwiegend erwachsenen Kindern immer frisch backen.

Profitieren dürfte die neue Beteiberin auch davon, dass seit einigen Tagen kostenlos W-Lan im Bahnhofsbereich zur Verfügung steht. Die Stadtverwaltung arbeitet bekanntlich daran, in Kooperation mit der Firma Freekey die gesamte Innenstadt mit W-Lan auszustatten. Im Bereich Marktplatz funktioniert das bereits seit dem Strandfest.

Für Sandra Bechstein erfüllt sich ein Traum: Sie will an sieben Tagen in der Woche von 5 bis 18 Uhr für ihre Gäste dasein. „Ich habe einfach gern Umgang mit Menschen.“ Die Arbeit schreckt sie nicht: „Ich muss den ganzen Tag etwas zu tun haben“, sagt sie.

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